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Sturm über Spanien

SIEMENS GAMESA Die Münchener machen viel Wind, Großaktionär Iberdrola findet's zum Verrücktwerden.

SCHWE­RE SEE Welt­markt­füh­rer Sie­mens Ga­me­sa lie­fert Ver­lus­te ab

Kurz vor Weih­nach­ten brach al­ler Ärger über die deutsch- spa­ni­sche Sie­mens Ga­me­sa aus Iber­dro­la-Prä­si­dent Igna­cio Sán­chez Galán (67) her­aus. „Wir kön­nen mit ei­ner Fir­ma, die in­ner­halb von sechs Mo­na­ten die Hälf­te ih­res Wer­tes ver­lo­ren hat, nicht zu­frie­den sein“, wet­ter­te Spa­ni­ens mäch­tigs­ter Ma­na­ger. Zwei Ge­winn­war­nun­gen bin­nen drei Mo­na­ten, stän­di­ges Rein und Raus im Top­ma­nage­ment, das al­les sei zum „Ver­rückt­wer­den“.

Sán­chez Galán, des­sen Iber­dro­la 8 Pro­zent an dem Welt­markt­füh­rer für Wind­kraft­an­la­gen hält, motzt nicht nur, er streikt auch – als Kun­de. Ende De­zem­ber ver­gab der En­er­gie­ver­sor­ger den Auf­trag für den neu­en App­le-Wind­park in Ore­gon nicht an Sie­mens Ga­me­sa, son­dern an den Erz­ri­va­len Ves­tas. Spä­ter ver­lor die Sie­mens-Toch­ter an die Dä­nen auch noch den Groß­teil der lu­kra­ti­ven War­tungs­ver­trä­ge für Iber­dro­las Wind­parks in Spa­ni­en und Por­tu­gal.

Galán, ein Mann mit dunk­lem Haar­kranz und mäch­ti­gen Au­gen­brau­en, ver­si­chert treu­her­zig, Ves­tas hät­te die bes­se­ren Kon­di­tio­nen ge­bo­ten. Er­staun­lich, denn in den Parks ste­hen aus­schließ­lich Ga­me­sa-Wind­müh­len.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2018.