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Wer bestellt, bezahlt

OETKER Der Familienkonzern will im Kartellstreit offenbar kapitulieren – ein Akt der Vernunft.

UN­TER FREUN­DEN Die Brau­er spra­chen Bier­prei­se ab

Mit Dick­köp­fig­keit kennt man sich aus bei den Oet­kers. Seit Jah­ren lei­det der Bie­le­fel­der Nah­rungs- und Ge­trän­ke­kon­zern un­ter ei­nem Fa­mi­li­en­streit, den bei­de La­ger trot­zig bis zur Lä­cher­lich­keit füh­ren.

Ähn­lich re­agier­te Oet­ker, als ein Bier­kar­tell auf­flog. Wie das Bun­des­kar­tell­amt her­aus­fand, ha­ben um das Jahr 2007 di­ver­se deut­sche Braue­rei­en ver­sucht, ver­eint am Bier­preis zu schrau­ben. Mit­ten­drin nach An­sicht des Kar­tell­amts: die Ra­de­ber­ger-Grup­pe, eine Oet­ker-Spar­te. Das Stamm­haus wies die Vor­wür­fe en­er­gisch zu­rück. Und Al­bert Christ­mann (55), da­mals Ra­de­ber­ger-Chef und heu­te CEO der ge­sam­ten Grup­pe, be­teu­er­te sei­ne Un­schuld.

Jetzt steht die Af­fä­re vor ei­ner Wen­de. Wie aus Krei­sen der Ge­sell­schaf­ter dringt, sind Christ­mann und Oet­ker of­fen­bar be­reit, die Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und die be­reits ver­häng­te Kar­tell­stra­fe zu be­zah­len. Das wä­ren dem Ver­neh­men nach 160 Mil­lio­nen Euro für das Un­ter­neh­men plus eine per­sön­li­che Stra­fe für sei­nen Chef.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2018.