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Bombe im Portfolio

OLIVER SAMWER Der deutsche Investor soll zu den Vorreitern der iranischen Start-up-Szene gehören – ganz inkognito.

SCHAT­TEN­MANN Ro­cket-CEO Oli­ver Sam­wer hält sich gern im Hin­ter­grund – vor al­lem in Iran

Wenn Te­he­ra­ner ein Taxi be­stel­len, dann öff­nen sie auf ih­rem Smart­pho­ne die App von Snapp. Das Start-up gilt als das ira­ni­sche Uber – und ist eine ech­te Er­folgs­sto­ry. Mehr als fünf Mil­lio­nen Kun­den sind re­gis­triert, Snapp soll be­reits 500 Mit­ar­bei­ter be­schäf­ti­gen. Und das vier Jah­re nach der Grün­dung.

Auch Snapps Nach­bar Ba­mi­lo, eine ira­ni­sche Ama­zon-Ko­pie, hat ei­nen Ra­ke­ten­start hin­ter sich. Ba­mi­lo be­treibt in Te­he­ran eine aus­ge­klü­gel­te In­fra­struk­tur aus Fah­rern und Wa­ren­la­gern. Das Start-up wächst ra­sant. Am „Black Fri­day“ im ver­gan­ge­nen No­vem­ber ver­kauf­te es laut CEO Ram­tin Mo­na­zahi­an über 700 000 Ar­ti­kel. Der An­sturm war so ge­wal­tig, dass die IT zeit­wei­se un­ter der Be­las­tung zu­sam­men­brach.

Die Mut­ter­ge­sell­schaft von Snapp und Ba­mi­lo, die Iran In­ter­net Group (IIG), gibt sich trotz der Tri­um­phe selt­sam ver­schwie­gen. E-Mails wer­den nicht be­ant­wor­tet, die Web­sites sind auf An­ony­mi­sie­rungs­diens­te re­gis­triert. Die IIG be­treibt meh­re­re Klo­ne er­folg­rei­cher On­line­ge­schäf­te. Ne­ben Ba­mi­lo und Snapp gibt es noch ei­nen Es­sens­lie­fer­dienst oder eine Ho­tel­such­ma­schi­ne à la Boo­king.com. Die Start-ups sit­zen alle in ei­nem Ge­bäu­de zu­sam­men. Ein Mo­dell, dass nicht nur In­si­dern be­kannt vor­kommt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2018.