DIE ÖKONOMIE DER ...

CEO-Gehälter

US-Konzerne beziffern jetzt ihre interne Ungleichheit. Das ändert die Governance – aber nicht die Verteilung.
Von Christian Schütte

Ame­ri­kas CEOs steht im Früh­jahr eine pein­li­che Ge­halts­de­bat­te be­vor. Die Wert­pa­pier­auf­sicht SEC ver­langt, dass die Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten in den an­ste­hen­den Jah­res­be­rich­ten erst­mals auch Da­ten zu ih­rer so­ge­nann­ten CEO-Pay-Ra­tio ver­öf­fent­li­chen: Das Ge­halt des Chefs und das ei­nes mitt­le­ren Be­schäf­tig­ten müs­sen aus­ge­wie­sen und zu­ein­an­der ins Ver­hält­nis ge­setzt wer­den.

Dass die CEO-Ver­gü­tun­gen im Trend dra­ma­tisch schnel­ler ge­stie­gen sind als die nor­ma­len Löh­ne, ist viel­fach do­ku­men­tiert. Die USA lie­gen weit an der Spit­ze, aber auch in Eu­ro­pa sind man­che Pay-Ra­ti­os heu­te drei­stel­lig. Die SPD woll­te die Chefs des­halb be­reits in der ver­gan­ge­nen Gro­Ko an die Kan­da­re neh­men: „Maß und Mit­te“ sei­en ver­lo­ren. Um die „Ak­zep­tanz der so­zia­len Markt­wirt­schaft“ zu si­chern, müss­ten die Vor­stands­be­zü­ge re­gu­liert wer­den, heißt es im so­zi­al­de­mo­kra­ti­schen Ge­setz­ent­wurf von 2017.

Der US-Wert­pa­pier­auf­sicht geht es al­ler­dings nicht um Ge­rech­tig­keit, son­dern aus­drück­lich nur um die bes­se­re In­for­ma­ti­on der Ak­tio­nä­re. Die ent­schei­den dann als Eig­ner mit Ver­trags­frei­heit, was sie ih­ren To­pan­ge­stell­ten zah­len.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2018.