UNTERNEHMEN

NEUES DEUTSCHLAND

ELITE Dreht sich in der Wirtschaft tatsächlich alles um Geld, Macht und Eitelkeit? Nein, der narzisstische Ellbogentyp stirbt aus. Wer in disruptiven Zeiten nach oben will, sollte selbst anpacken können – und zuhören.

DIE KUNST­FI­GUR Kas­per Ror­sted (55) passt sich sei­ner Um­ge­bung an wie kein zwei­ter CEO. Als Hen­kel-Chef mit An­zug und Kra­wat­te, als Adi­das-An­füh­rer mit Snea­k­ern, Pul­li und läs­si­ger At­ti­tü­de. Der Däne gilt so man­chem in der deut­schen Wirt­schaft als CEO-Ide­al.

Der Ab­gang ei­nes Top­ma­na­gers, zu­mal, wenn er vor­zei­tig pas­siert, ist ein hoch­kom­ple­xer ar­beits- und ge­sell­schafts­recht­li­cher Vor­gang, der viel­fach in der Bin­se des ge­gen­sei­ti­gen Ein­ver­neh­mens auf­taucht. So auch im Fall des Tho­mas Ebe­ling (59), der noch bis 22. Fe­bru­ar als Chef des Me­di­en­un­ter­neh­mens Pro­Sie­ben­Sat.1 im Ma­na­ger­pro­gramm­heft steht. Sein Aus­schei­den, mehr als ein Jahr vor Ver­trags­en­de, wur­de Ende No­vem­ber ver­kün­det, in ge­gen­sei­ti­gem ... Sie wis­sen schon.

In Wahr­heit schei­ter­te der Mann, des­sen Vita ein Di­plom im Fach Psy­cho­lo­gie schmückt, vor al­lem an sich selbst. So er­folg­reich er zu Be­ginn sei­nes Wir­kens auch war: Ebe­ling über­schätz­te sich, frus­trier­te die Ak­tio­nä­re, sprang mit sei­nen Mit­ar­bei­tern rüde um und be­lei­dig­te zum Sen­de­schluss auch noch die Kun­den ("fett­lei­big, arm"). Als sein Weg­gang pu­blik wur­de, ging ein Auf­at­men durch den Fir­men­sitz in Un­ter­föh­ring, das sich bis an den Al­pen­rand ver­wir­bel­te. Bör­sia­ner be­ju­bel­ten die Nach­richt mit ei­nem Kurs­plus von in der Spit­ze 5 Pro­zent.

Die Ab­lö­sung ei­nes Ego­ma­nen ist nicht nur in der Cau­sa Pro­Sie­ben an­ge­ra­ten, sie ent­spricht auch dem Zeit­geist und den An­for­de­run­gen an die Eli­te der Mo­der­ne.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2018.