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DIE ACHSENMACHT AUS CHINA

GEELY Gründer Li Shufu baut einen globalen Mehrmarkenkonzern à la Volkswagen. Auch der Einstieg bei Daimler dient als Mittel zum Zweck.

EHR­GEIZ AUF RÄDERN Das ers­te SUV ("01") der neu­en Ge­ely-Mar­ke Lynk & Co. Es soll 2019 auch nach Deutsch­land kom­men.

An Selbst­be­wusst­sein hat es Li Shu­fu (54) nie ge­man­gelt. Der Grün­der des chi­ne­si­schen Au­to­bau­ers Ge­ely, im Kon­zern nur Chair­man Li ge­nannt, er­zähl­te sei­nen Be­ra­tern schon 2005, dass er in zehn Jah­ren über eine Mil­li­on Fahr­zeu­ge pro­du­zie­ren wer­de.

Ge­ely ver­kauf­te da­mals kei­ne 100 000 Au­tos im Jahr und die vor al­lem in der tiefs­ten Pro­vinz; Kar­ren, die selbst für chi­ne­si­sche Ver­hält­nis­se bil­lig an­mu­te­ten. „Das Ziel wirk­te kom­plett rea­li­täts­fremd“, er­in­nert sich der frü­he­re GM-Ma­na­ger und Be­ra­ter Mi­cha­el Dun­ne. Doch Li Shu­fu habe kei­ne Ein­wän­de gel­ten las­sen und ein­fach be­haup­tet: „Wir wer­den uns schnel­ler ent­wi­ckeln als die an­de­ren Au­to­her­stel­ler.“

Er hat recht be­hal­ten. Im ver­gan­ge­nen Jahr ver­kauf­te Ge­ely erst­mals über eine Mil­li­on Au­tos, bei ei­ner ope­ra­ti­ven Ren­di­te von 13 Pro­zent. Und Au­to­zar Li Shu­fu, mit ei­nem Ver­mö­gen von 16,5 Mil­li­ar­den Dol­lar heu­te der zehntreichs­te Chi­ne­se, hat längst grö­ße­re Zie­le.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2018.