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STRÖER Ein ungleiches Führungsduo hat die Kölner Werbefirma in einen Digitalkonzern verwandelt. Wie im Rausch stürzen sich die beiden in immer neue Geschäftsfelder. Wie lange kann das gut gehen?

GRO­ßE LIE­BE Weil sein Vor­stand Chris­ti­an Schmalzl (l.) von der Kon­kur­renz um­garnt wur­de, be­för­der­te ihn Groß­ak­tio­när Udo Mül­ler letz­tes Jahr zum Co-CEO

Wenn Udo Mül­ler US-In­ves­to­ren er­klärt, war­um er mit sei­ner klei­nen deut­schen Fir­ma Strö­er ins On­line­wer­be­ge­schäft in­ves­tiert, wo doch längst die Mul­tis aus dem Si­li­con Val­ley herr­schen, ant­wor­tet er mit ei­ner Ana­lo­gie aus dem Ge­schichts­buch. Mül­ler er­zählt dann vom Viet­nam­krieg und der hoch­ge­rüs­te­ten US-Ar­mee, die sich am An­fang der Mis­si­on noch ei­nes schnel­len Sie­ges si­cher war. Die paar Dschun­gel­kämp­fer, glaub­ten die Ame­ri­ka­ner, wür­den sie lo­cker in drei Wo­chen platt­ma­chen. Es kam be­kannt­lich an­ders.

Klar, mit wel­cher Sei­te sich Mül­ler (55) in der Ge­schich­te iden­ti­fi­ziert. Strö­er bie­te schließ­lich „den di­rek­ten Zu­gang zum Kun­den“, sagt Viet­cong Mül­ler zu­frie­den und klopft mit den Fin­ger­kup­pen auf den Tisch.

Der Strö­er-Boss trägt Snea­kers und Jeans zum Hemd. Er sitzt in der Zen­tra­le von T-On­line in Ber­lin, seit 2015 sei­ne be­kann­tes­te Kon­zern­toch­ter. Strö­er gibt sich hier wie ein Start-up, Trenn­wän­de aus gro­ßen Le­go­stei­nen, bun­te Ku­schel­ecken. Im­mer wie­der mel­det sich Mül­lers Smart­pho­ne, es röhrt wie ein Fer­ra­ri.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2018.