BUSINESS REBEL

Putins Albtraum

CrowdStrike-Gründer Dmitri Alperovitch jagt Spione. Aber anders, als man das kennt.

Dmitri Al­pe­ro­vitch, der Grün­der der IT-Si­cher­heits­fir­ma Crowd­Strike, will nicht ver­ra­ten, ob er wirk­lich 1980 ge­bo­ren ist. Er sei „un­ge­fähr Mit­te 30“, sagt er bloß. Al­pe­ro­vitch, ein klei­ner, kräf­ti­ger Typ, der mit dem ka­rier­ten Ja­ckett und den ge­schei­tel­ten Haa­ren wie ein ty­pi­scher Soft­ware­in­ge­nieur aus­sieht, hat Angst, dass Ha­cker sein Ge­burts­da­tum nut­zen könn­ten, um sei­ne Iden­ti­tät zu steh­len.

An mäch­ti­gen Fein­den man­gelt es ihm nicht. Al­pe­ro­vitch jagt ma­fiaar­ti­ge Ha­cker­ban­den und di­gi­ta­le An­griff­s­trupps rus­si­scher und chi­ne­si­scher Ge­heim­diens­te. Er war es, der als Ers­ter den rus­si­schen Ge­heim­dienst ver­däch­tig­te, als wäh­rend des US-Prä­si­dent­schafts­wahl­kampfs in die Netz­wer­ke der De­mo­kra­ti­schen Par­tei ein­ge­bro­chen wur­de. Sein Team, von den De­mo­kra­ten mit der Un­ter­su­chung des Ein­bruchs be­auf­tragt, iden­ti­fi­zier­te gleich zwei kon­kur­rie­ren­de rus­si­sche Ge­heim­dienstein­hei­ten, die sich ein­ge­schli­chen hat­ten.

Al­pe­ro­vitch, der in Mos­kau ge­bo­ren wur­de und als Teen­ager in die USA kam, be­gann vor knapp 20 Jah­ren, den di­gi­ta­len Un­ter­grund aus­zu­spä­hen. Noch vor sei­nem Ab­schluss als In­for­ma­ti­ker ent­wi­ckel­te er Al­go­rith­men für ein Anti-Spam-Un­ter­neh­men. Um mit der Ge­gen­sei­te mit­zu­hal­ten, schlich er sich in de­ren Fo­ren ein.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2018.