UNTERNEHMEN

Einstür­zende Altbauten

GALERIA KAUFHOF Horrender Verlust, Insolvenzängste an der Spitze, ein sogenannter Arbeitnehmervertreter, der sich selbst einen weichen Fall gesichert hat: Chaos und Auflösungserscheinungen in Köln.

WA­REN­HAUS-AUS Eine Bil­der­se­rie mit Sym­bol­cha­rak­ter für den Zu­stand des ge­sam­ten Un­ter­neh­mens: Die Kauf­hof-Fi­lia­le in Mül­heim an der Ruhr wur­de im ver­gan­ge­nen Jahr ab­ge­ris­sen

Uwe Ho­epfel (61) ist wohl das, was man ei­nen Mul­ti­funk­tio­när nennt. Er sitzt dem Ge­samt­be­triebs­rat der Ga­le­ria Kauf­hof vor; er ge­hört als stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der dem Auf­sichts­rat des Un­ter­neh­mens an; und er ist Mit­glied im Vor­stand der Kauf­hof Un­ter­stüt­zungs­kas­se e. V. In al­len drei Funk­tio­nen soll­te er die In­ter­es­sen der Mit­ar­bei­ter ver­tre­ten – die ha­ben ihn schließ­lich in die­se Ämter ge­schickt. So weit die Theo­rie.

In der Pra­xis meh­ren sich die Fra­gen, wes­sen Wohl Ho­epfel tat­säch­lich im Auge hat. Sei­ne Rol­le er­scheint im­mer du­bio­ser. Nicht nur dass er 2015 als Mit­glied des da­ma­li­gen Auf­sichts­rats der Me­tro AG den Ein­stieg des ka­na­di­schen Kon­zerns Hud­son's Bay Com­pa­ny (HBC) bei Ga­le­ria Kauf­hof un­ter­stütz­te – eine Ent­schei­dung, die ihm nach zwei­ein­halb Jah­ren Schre­ckens­herr­schaft von HBC vie­le bei Kauf­hof übel neh­men.

Dar­über hin­aus be­tei­lig­te sich Ho­epfel mög­li­cher­wei­se auch dar­an, Ar­beit­neh­mer­ver­mö­gen zu ver­schleu­dern – mit fa­ta­len Fol­gen für Ga­le­ria Kauf­hof. Denn bis Mit­te Ok­to­ber 2015 war er zu­gleich Vor­stands­mit­glied der Me­tro Un­ter­stüt­zungs­kas­se e. V. In die­sem Amt wirk­te er am Ver­kauf von de­ren wert­volls­tem As­set mit, der Im­mo­bi­lie des Kauf­hof-Flagg­schiff­hau­ses an der Ho­hen Stra­ße in Köln. Das Grund­ei­gen­tum hat­te dem Ver­ein bis da­hin 8,8 Mil­lio­nen Euro Mie­te jähr­lich ein­ge­bracht – Geld, mit dem Kol­le­gen ge­hol­fen wur­de.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2018.