UNTERNEHMEN

FEHLER IM SYSTEM

MISSMANAGEMENT Die IT-Tochter der Telekom kommt seit über zehn Jahren nicht aus der Krise. Die Diagnose: multiples Konzernversagen. Kann der neue Chef Adel Al-Saleh T-Systems retten?

Wenn Adel Al-Sal­eh (54) zu sei­nen Mit­ar­bei­tern spricht, klingt er wie ein Mo­ti­va­ti­ons­trai­ner. Er will sei­ne Leu­te an­trei­ben, lä­chelt em­sig, in der Hoff­nung, dass die Be­geis­te­rung auf die Mann­schaft über­springt. „Gro­ße En­er­gie, gro­ße Emo­ti­on, kla­re Stra­te­gie“, hieß es in ei­ner In­tra­net­vi­deo­bot­schaft Ende Ja­nu­ar. Al-Sal­eh steht um­ringt von Füh­rungs­kräf­ten und fragt: „Are we re­a­dy, lea­ders?“ Sei­ne Leu­te he­ben die Fäus­te: „Yeah!“

Für T-Sys­tems-Ver­hält­nis­se ist das wie Hea­vy Me­tal im Al­ters­heim. Kein Ver­gleich zum Stil von Al-Sal­ehs deut­schem Vor­gän­ger Rein­hard Cle­mens (58), ei­nem ru­hi­gen In­ge­nieur, der mit vie­len Pau­sen spricht. Der neue CEO führt seit Amts­an­tritt ei­nen Blog, um sei­ne Leu­te zu er­rei­chen. „Hal­lo Team, ein kur­zes Up­date von mir“, schreibt er und er­zählt, was er er­lebt hat.

Al-Sal­eh stammt aus Flo­ri­da und hat sich sein son­ni­ges Ge­müt be­wahrt. Er ist ein cha­ris­ma­ti­scher Typ, hat sich zum Ziel ge­setzt, die Kul­tur der Fir­ma „um­zu­dre­hen“. Wei­te Tei­le von T-Sys­tems – im­mer­hin Deutsch­lands größ­ter IT-Dienst­leis­ter – be­fin­den sich nach Jah­ren des Nie­der­gangs in der De­pres­si­on. In den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren mach­te das Un­ter­neh­men nur zwei­mal Ge­winn, die Mut­ter Deut­sche Te­le­kom muss­te al­lein in die­ser Zeit über eine Mil­li­ar­de Euro für Re­struk­tu­rie­run­gen auf­wen­den.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2018.