ACHTEN SIE AUF ...

Jordan Peterson

GENDER-DEBATTE Der kanadische Psychologe zieht gegen all jene zu Felde, für die das weiße Patriarchat Quelle allen Übels ist. Wird er damit zum Helden einer neuen Bewegung?

Der Mann braucht drin­gend Ur­laub. All die Youtube-Vi­de­os, die Talk­showauf­trit­te und Cam­pus­dis­kus­sio­nen hin­ter­las­sen Spu­ren. Auf Twit­ter ver­wech­sel­te er neu­lich zum Er­stau­nen sei­ner Fol­lo­wer die Zeit­zo­nen, als er ih­nen si­gnier­te Bü­cher ver­sprach, wenn sie in der Lon­do­ner U-Bahn die Wer­be­ta­feln für sein Buch fo­to­gra­fie­ren. Doch zum Aus­span­nen hat Jor­dan Bernt Pe­ter­son ge­ra­de kei­ne Zeit. Er ist jetzt be­rühmt, es ist sein Mo­ment, als Nächs­tes geht er auf Le­se­rei­se durch die USA, Ka­na­da und Groß­bri­tan­ni­en und nimmt ein Hör­buch auf.

Der Pro­fes­sor für kli­ni­sche Psy­cho­lo­gie an der Uni­ver­si­tät von To­ron­to, Sohn ei­nes Leh­rers aus dem 3000-See­len-Ort Fair­view in Al­ber­ta, auf­ge­wach­sen un­ter Trap­pern, Schul­ab­bre­chern und Ge­le­gen­heits­trin­kern, ist der mo­men­tan wohl er­folg­reichs­te Le­bens­hil­fe­gu­ru der On­line­welt (es gibt schon Jor­dan-Pe­ter­son-Diät­tipps, ver­fasst von sei­ner Toch­ter). Sei­ne Fans se­hen ihn als Vor­kämp­fer ge­gen über­zo­ge­ne Po­li­ti­cal Cor­rect­ness. Pe­ter­son-Has­ser hal­ten ihn für ei­nen in­tel­lek­tu­ell ver­bräm­ten Pro­pa­gan­dis­ten der Neu­en Rech­ten und An­ti­fe­mi­nis­ten.

Sei­ne Youtube-Vi­de­os, in de­nen er stun­den­lang über die Bi­bel, an­ti­ke My­then und psy­cho­lo­gi­sche Fra­gen re­fe­riert, ha­ben ein Mil­lio­nen­pu­bli­kum. Sein im Ja­nu­ar er­schie­ne­nes Buch „12 Ru­les for Life – an An­ti­do­te to Cha­os“ er­ober­te auf An­hieb die in­ter­na­tio­na­len Best­sel­ler­lis­ten und führt hier­zu­lan­de die Ama­zon-Lis­te der fremd­spra­chi­gen Bü­cher an, und das ohne eine ein­zi­ge ge­druck­te Re­zen­si­on.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2018.