MAGISCHES VIERECK

Verdammt, wo bleibt der Fortschritt?

Es gibt viele Chancen, die ergriffen werden wollen – aber kaum einer packt sie an. So lange darbt auch die Produktivität.
Von Henrik Müller

Zuerst das Po­si­ti­ve: Es kann sein, dass wir un­mit­tel­bar vor ei­nem gro­ßen tech­no­lo­gi­schen Sprung ste­hen. Vor ei­ner Zei­ten­wen­de, die ganz neue Mög­lich­kei­ten er­öff­net. Wer will, er­kennt die Vor­bo­ten be­reits über­all: selbst­fah­ren­de Au­tos, völ­lig ver­netz­te „In­dus­trie 4.0“-Fa­bri­ken, Ro­bo­ter in Haus­halt und Pfle­ge, 3-D-Dru­cker, vir­tu­el­le Kraft­wer­ke, die sich aus vie­len klei­nen Wind- oder So­lar­an­la­gen zu­sam­men­set­zen. Al­les Wis­sen scheint je­der­zeit ver­füg­bar und über­all ma­te­ria­li­sier­bar zu sein.

Eine Wohl­stands­ex­plo­si­on, ge­trie­ben von ei­ner Pro­duk­ti­vi­täts­re­vo­lu­ti­on – das ist die Ver­hei­ßung.

Das Pro­blem ist nur: All die schö­nen neu­en tech­no­lo­gi­schen Mög­lich­kei­ten schla­gen sich nicht in Sta­tis­ti­ken nie­der. Bis­lang je­den­falls nicht. Di­gi­ta­li­sie­rung, Ver­net­zung und Ro­bo­te­ri­sie­rung sind über­all sicht­bar, au­ßer in den har­ten Wirt­schafts­zah­len. In den USA und in Eu­ro­pa ist der Pro­duk­ti­vi­täts­fort­schritt weit­ge­hend zum Er­lie­gen ge­kom­men (sie­he Gra­fik). Selbst in der ver­meint­lich neu­en Tech-Su­per­macht Chi­na schwin­det die pro­duk­ti­ve Dy­na­mik.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2018.