LEBEN

WORK HARD, STAY HARD

UNTERNEHMER Auscashen und sich zur Ruhe setzen ist out. Junge Gründer, gestandene Entrepreneure, graue Eminenzen der Deutschland AG – niemand will aufhören. Ausgesorgt? Egal. Arbeiten ist das neue Cool.

NIKI LAU­DA Hat sei­ne alte Air­line zu­rück­ge­kauft. Jetzt ma­nagt er nicht nur die For­mel-1-Pi­lo­ten von Mer­ce­des, son­dern auch die Pi­lo­ten von Lau­da­Mo­ti­on.

Niki Lau­da reicht es ei­gent­lich für heu­te. Aber egal: Er muss noch mal schnell nach Ham­burg, mit der Luft­han­sa ver­han­deln. Am Ge­ne­ral Avia­ti­on Ter­mi­nal für Pri­vat­flie­ger gibt er dem ö̈ster­rei­chi­schen Fern­se­hen im Vor­bei­ge­hen ein In­ter­view und spult rou­ti­niert sei­ne Ar­gu­men­te run­ter, dann mar­schiert er zu sei­ner Bom­bar­dier Glo­bal aufs Roll­feld. Er hat sei­nen An­walt Haig Asen­bau­er da­bei und die bei­den Ma­na­ger, die für ihn die Air­line Niki füh­ren sol­len – falls er sie be­kommt.

Lau­da steigt ins Cock­pit, wie im­mer fliegt er selbst, die an­de­ren las­sen sich hin­ten in die wei­chen grau­en Le­der­ses­sel fal­len. Der An­walt ver­teilt ein Pa­pier, er hat mal skiz­ziert, wie das An­ge­bot aus­se­hen könn­te, das bis Ende der Wo­che ein­ge­hen muss. Dazu gib­t's Sa­la­mi­bro­te und Kaf­fee. Ge­fühlt, sagt Asen­bau­er in die Stil­le, müs­sen wir den Mit­ar­bei­tern noch ir­gend­was an­bie­ten.

Tage spä­ter läuft über die Nach­rich­ten­ti­cker: „Job­an­ge­bot für alle Niki-Mit­ar­bei­ter“. Ein schlau­er Schach­zug: Die Leu­te braucht Lau­da so­wie­so, der Markt für Pi­lo­ten und Flug­be­glei­ter ist leer ge­fegt.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2018.