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AKTION ROTER STERN

DAIMLER Ein Skandalbanker trieb Deutschlands Auto-Ikone in die Fänge des chinesischen Unternehmers Li Shufu. Nun ringt Konzernchef Dieter Zetsche um seine Gestaltungsfreiheit. Und die Schockwellen des Deals reichen bis nach Peking und Berlin.

BE­ZWIN­GER, BAN­KER, BOSS Li Shu­fu (o.), Ei­gen­tü­mer des chi­ne­si­schen Au­to­bau­ers Ge­ely, hat sich mit­hil­fe von Ex-In­vest­ment­ban­ker Dirk Notheis (M.) bei Die­ter Zet­sches Daim­ler-Kon­zern hin­ein­ge­drängt

Li Shu­fu (54), Ei­gen­tü­mer und Chef des Au­to­bau­ers Ge­ely, ist von schmäch­ti­ger Ge­stalt, aber an Selbst­be­wusst­sein kaum zu über­tref­fen. Der Chi­ne­se hat­te sich seit Län­ge­rem in den Kopf ge­setzt, mit sei­ner deut­schen Lieb­lings­mar­ke Daim­ler eine Part­ner­schaft ein­zu­ge­hen. Die Stutt­gar­ter, so Lis ers­ter Vor­stoß, könn­ten ihm doch qua Ka­pi­tal­er­hö­hung ei­nen preis­güns­ti­gen Ein­stieg er­mög­li­chen.

Doch Kon­zern­chef Die­ter Zet­sche (64) und Chi­na-Vor­stand Hu­ber­tus Tros­ka (58) wink­ten pi­kiert ab, als Li ih­nen vor an­dert­halb Jah­ren erst­mals sein An­sin­nen prä­sen­tier­te. War­um soll­ten sie dem Chi­ne­sen ei­nen Ein­stieg zum Dis­count er­mög­li­chen, zu­mal sie gar kein neu­es Ka­pi­tal brauch­ten? Auch Lis Vor­schlag, Daim­ler kön­ne doch Ge­elys schwe­di­schen Ab­le­ger Vol­vo über­neh­men und ihm da­für eine Be­tei­li­gung am gro­ßen Gan­zen ge­ben, schlug Zet­sche aus.

Also such­te der um­trie­bi­ge En­tre­pre­neur nach an­de­ren Mit­teln und We­gen. Er en­ga­gier­te zwei US-In­vest­ment­ban­ken und ei­nen pro­mi­nen­ten Deut­schen: Dirk Notheis (49), bis 2012 Deutsch­land-Chef von Mor­gan Stan­ley und im pres­ti­ge­träch­ti­gen M&A-Busi­ness da­mals ein ech­ter Star. Seit ver­gan­ge­nem No­vem­ber ist Notheis drei­mal bei Daim­ler-Fi­nanz­chef Bodo Ueb­ber (58) vor­stel­lig ge­wor­den.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2018.