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Der Sonnenkönig

KNORR-BREMSE Alle buhlen um Heinz Hermann Thieles Weltmarktführer. Doch der Mann hat seine eigene Agenda.

ALTE LIE­BE Fast 50 Jah­re ar­bei­tet Heinz Her­mann Thie­le für Knorr-Brem­se. Die Fir­ma ist zu ei­nem Teil sei­nes Ichs ge­wor­den.

Es war al­les be­rei­tet. Die Ban­ker freu­ten sich auf ei­nen der größ­ten Bör­sen­gän­ge des Jah­res. Die Re­den für die Bi­lanz­pres­se­kon­fe­renz am 20. März wur­den vor­be­rei­tet, die be­ra­ten­de Kom­mu­ni­ka­ti­ons­agen­tur war ein­ge­weiht. Der Mün­che­ner Tech­no­lo­gie­kon­zern Knorr-Brem­se wür­de an die Bör­se ge­hen, Ei­gen­tü­merHeinz Her­mann Thie­le (77) sein Le­bens­werk über den Tod hin­aus re­geln.

Der Sa­nie­rungs­fall, den Thie­le 1985 über­nom­men hat, ist längst eine Gold­gru­be: 28 000 Mit­ar­bei­ter, 6,2 Mil­li­ar­den Euro Um­satz, 850 Mil­lio­nen Euro ope­ra­ti­ver Ge­winn, Markt­füh­rer bei Lkw- und Zug­brem­sen. Der Bör­sen­wert, hat­ten Ban­ker vor­ge­rech­net, läge min­des­tens bei 16 Mil­li­ar­den Euro; und auch wenn nur knapp 20 Pro­zent der Ak­ti­en plat­ziert wer­den soll­ten und nicht das in Frank­furt er­hoff­te Drit­tel: Es lag eine Men­ge Geld auf dem Tisch.

Doch statt gro­ßem Kino lie­fer­te Knorr-Brem­se Vor­stands­chef Klaus Del­ler (56) am 20. März nur Zag­haf­tes. Ein Bör­sen­gang sei „die vor­ran­gi­ge Op­ti­on“; „wenn es los­geht, sa­gen wir Be­scheid.“

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