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Musk lässt warten

TESLA Der Elektropionier spart an seinen Kunden in Europa.

STOPP­SCHILD Beim Crash auf dem Werks­ge­län­de in Fre­mont sind im­mer­hin die Er­satz­tei­le in Reich­wei­te

Tesla for­dert sei­nen Kun­den viel Ge­duld ab. Da CEO Elon Musk (46) die Mo­del-3-Pro­duk­ti­on nicht wie ver­spro­chen hoch­fah­ren kann, ist die War­te­zeit für sein ers­tes Mit­tel­klas­se­mo­dell in­zwi­schen auf drei Jah­re ge­klet­tert. Für die Erst­be­stel­ler aus Deutsch­land heißt das: Mit der Aus­lie­fe­rung kön­nen sie erst ab Früh­jahr 2019 rech­nen. Ech­te Fans – von ih­nen gibt es bei Tes­la vie­le – er­tra­gen das wie An­hän­ger des 1. FC Köln den Ab­stieg. „Et kütt wie et kütt.“

Auf lei­dens­fä­hi­ge Kun­den setzt der Elek­tro­pio­nier auch bei der Re­pa­ra­tur sei­ner Ober­klas­se­mo­del­le S und X. Hier al­ler­dings hat Musk sei­ne Kund­schaft un­ter­schätzt. In Tes­la-Fo­ren im In­ter­net schla­gen ge­nerv­te Käu­fer ver­stärkt schar­fe Töne we­gen „ex­tre­mer War­te­zei­ten“ an. Es sei eine „ab­so­lu­te Frech­heit“, dass Tes­la „noch nicht ein­mal die gän­gigs­ten Tei­le“ vor­rä­tig habe, em­pört sich ein Mo­del-S-Fah­rer. „Nie­mand kann ja so dumm oder ver­blen­det sein und da­von aus­ge­hen, dass sei­ne Pro­duk­te auf ewig man­gel­frei blei­ben“, schimpft ein an­de­rer.

Wäh­rend bei Mer­ce­des, BMW oder Por­sche Er­satz­tei­le in­ner­halb von ein bis zwei Werk­ta­gen ver­füg­bar sind, müs­sen Tes­la-Kun­den nach Un­fäl­len selbst auf ganz pro­fa­ne Stoß­stan­gen oder Kot­flü­gel rund drei bis vier Wo­chen war­ten – teil­wei­se so­gar deut­lich län­ger. So be­rich­ten es In­ha­ber und Mit­ar­bei­ter von acht zer­ti­fi­zier­ten Tes­la-Werk­stät­ten aus ganz Deutsch­land. Es daue­re schon mal bis zu zwölf Wo­chen, bis Stoß­fän­ger oder Sei­ten­tei­le ein­tref­fen, bei Sit­zen auch mal ei­ni­ge Mo­na­te. Sie wer­den erst ge­fer­tigt, wenn die Werk­stät­ten ei­nen Sitz be­stel­len.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.