NAMEN UND NACHRICHTEN

Kurzer Prozess

XXXLUTZ Die österreichische Möbelkette wird zum Profiteur des Steinhoff-Deliriums.

MÖBEL­PA­CKER Ne­ben der Kern­mar­ke XXX­Lutz be­sitzt die Grup­pe Poco. Und für die fran­zö­si­sche Con­f­o­ra­ma ist auch noch Platz.

Rich­ter An­dré Suß­mann fa­ckel­te nicht lan­ge. Gleich nach der Pro­zess­er­öff­nung am 25. April vor dem Land­ge­richt Dort­mund mach­te er den bei­den Par­tei­en ei­nen Ver­gleichs­vor­schlag: Statt sich um ihre An­tei­le an der deut­schen Mö­bel­ket­te Poco zu strei­ten, sol­le der Stein­hoff-Kon­zern doch ein­fach sei­ne Be­tei­li­gung an die ös­ter­rei­chi­sche XXX­Lutz-Grup­pe ab­ge­ben.

Die zwei Geg­ner wa­ren ver­blüfft. An­dre­as Sei­fert (63), XXX­Lutz-Mit­ei­gen­tü­mer und ex­trem öf­fent­lich­keits­scheu, hat­te zwar sein In­ter­es­se an al­len 123 Poco-Ein­rich­tungs­häu­sern si­gna­li­siert, zu Ver­hand­lun­gen aber war es nicht ge­kom­men. Die fan­den nun im Ge­richts­saal statt. Rund fünf Stun­den lang feilsch­ten Sei­fert und Stein­hoff-Vor­stand Lou­is du Preez (48) um den Preis, dann ver­kün­de­te Rich­ter Suß­mann, dass Sei­fert für 266 Mil­lio­nen Euro plus Schul­den­über­nah­me al­lei­ni­ger Be­sit­zer des pro­fi­ta­blen Mö­bel­dis­coun­ters wird.

Bei der Über­nah­me von Poco (1,6 Mil­li­ar­den Euro Er­lö­se) soll es nicht blei­ben. Im nächs­ten Schritt will Sei­fert dem Ri­va­len Stein­hoff den fran­zö­si­schen Ein­rich­ter Con­f­o­ra­ma ab­kau­fen, wie In­si­der be­rich­ten. Ge­lingt der Coup, wür­de die XXX­Lutz-Grup­pe in Eu­ro­pa mit all ih­ren Be­tei­li­gun­gen ei­nen Um­satz von rund 10 Mil­li­ar­den Euro er­zie­len – Rang zwei hin­ter Ikea mit 24 Mil­li­ar­den Euro.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.