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Pingpong

KAUFHOF Management und Gewerkschaft steuern kopflos in die heikle Phase der Sanierung.

Für Wolf­gang Link (50) im­mer­hin war Kauf­hof ein gu­ter Deal. Seit An­fang Mai muss der un­glück­lich ope­rie­ren­de Eu­ro­pa-Chef des ka­na­di­schen Han­dels­kon­zerns Hud­son's Bay Com­pa­ny (HBC) und Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de der deut­schen HBC-Toch­ter Ga­le­ria Kauf­hof nicht mehr an sei­nem Schreib­tisch er­schei­nen. Er war nur knapp ein Jahr im Amt, sei­nen rest­li­chen Ver­trag be­kommt er aus­ge­zahlt – wohl drei bis vier Mil­lio­nen Euro.

Eine Gro­tes­ke an­ge­sichts der Ge­samt­la­ge. Die 20 000 Kauf­hof-Be­schäf­tig­ten sol­len auf drei- bis vier­stel­li­ge Eu­ro­be­trä­ge jähr­lich an Ur­laubs- und Weih­nachts­geld ver­zich­ten und mehr ar­bei­ten. Für die­se Tage ist der Be­ginn der Ver­hand­lun­gen zwi­schen Kauf­hof und der Ge­werk­schaft Ver­di über ei­nen Sa­nie­rungs­ta­rif­ver­trag an­ge­setzt – dann ohne Links Mit­wir­ken.

Das Kli­ma wird erst ein­mal un­ver­söhn­lich sein. Die Kauf­hof-Füh­rung will den Ver­zicht der Ar­beit­neh­mer im zwei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­reich durch­drü­cken und auf die Zah­len ver­wei­sen: 9 Pro­zent Um­satz­mi­nus im ver­gan­ge­nen Ge­schäfts­jahr auf nur noch 2,59 Mil­li­ar­den Euro; Ver­lust: mehr als 100 Mil­lio­nen Euro. Die Ver­di-Leu­te da­ge­gen wol­len von Spa­ren nicht all­zu viel wis­sen. Sie ha­ben sich vor­ge­nom­men, der Ge­schäfts­füh­rung Tipps zu ge­ben, wie sie ih­ren Job bes­ser ma­chen kön­nen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.