DIE ÖKONOMIE DES ...

Smartphones

Fast jeder hat jetzt eins, die Verkaufszahlen fallen. Aber Apple zeigt, wie qualitatives Wachstum geht.
Von Christian Schütte

Längst gibt es Smart­pho­nes für alle. Zu­min­dest rech­ne­risch: Rund 7,6 Mil­li­ar­den Men­schen le­ben heu­te auf der Erde, seit 2007, als App­le mit sei­nem iPho­ne die Pro­dukt­gat­tung neu de­fi­nier­te, ha­ben alle An­bie­ter zu­sam­men schon über 8 Mil­li­ar­den schlaue Mo­bil­te­le­fo­ne ver­kauft.

Al­lein im ver­gan­ge­nen Jahr ka­men knapp 1,5 Mil­li­ar­den neue Ge­rä­te hin­zu. „Peak Smart­pho­ne“, den his­to­ri­schen Ab­satz­gip­fel, hat die Bran­che da­mit wohl hin­ter sich. Die Ver­kaufs­zahl 2017 blieb erst­mals leicht un­ter Vor­jahr, auch auf dem Rie­sen­markt Chi­na geht es spür­bar berg­ab. Nach ei­ner Schät­zung der Tech­markt­for­schungs­fir­ma Cana­lys lag der Ab­satz An­fang 2018 so­gar mehr als ein Fünf­tel un­ter Vor­jahr. Erst­mals seit vier Jah­ren hät­ten die Chi­ne­sen in ei­nem Quar­tal we­ni­ger als 100 Mil­lio­nen neue Smart­pho­nes ge­kauft.

Mehr denn je ist die Bran­che nun auf star­ke Neue­run­gen an­ge­wie­sen, für gan­ze Volks­wirt­schaf­ten steht viel auf dem Spiel. Wie dras­tisch sich ein ver­pass­ter Tech­zy­klus aus­wir­ken kann, zeigt schließ­lich der Fall Finn­land: Dort lie­fer­ten die Han­dy­kö­ni­ge von No­kia zwi­schen 1998 und 2007 rund ein Vier­tel des ge­sam­ten Wirt­schafts­wachs­tums und etwa 30 Pro­zent al­ler Aus­ga­ben für For­schung & Ent­wick­lung. Als das iPho­ne die No­ki­as vom Thron stieß, fiel das gan­ze Land in eine Kri­se, die bis heu­te nach­wirkt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.