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EIN MANN, EIN DEAL

BAYER Kaum ist Werner Baumann Vorstandschef, startet er mit Monsanto die größte Übernahme, an der sich je ein deutscher Konzern versucht hat. Der Kauf dauert länger, manches geht schief, die Kritik in der Öffentlichkeit wird lauter. Wie geht er damit um? manager magazin hat ihn begleitet.
Von Martin Noé und Dietmar Palan
Fotos: Gene Glover

BAU­MANN VOR WAR­HOL Das Büro des Bay­er-Chefs ist so ge­schäfts­mä­ßig nüch­tern wie er selbst. „Ich bin so, wie ich bin“, sagt er, „al­les an­de­re ist für mich zu an­stren­gend.“

Der Tag in Da­vos en­det für Wer­ner Bau­mann (55) mit Do­nald Trump und As­pi­rin. Die bei­den ken­nen sich schon von ei­nem knapp ein­stün­di­gen Ter­min im Trump-Tower, als Bau­mann und Mons­an­to-CEO Hugh Grant (60) für die Über­nah­me des Saat­gut­her­stel­lers war­ben. Da­mals wie­der­hol­te der Bay­er-CEO sein Ver­spre­chen, in den USA zu in­ves­tie­ren und neue Jobs zu schaf­fen. Wo­für er an­schlie­ßend Lob per Tweet kas­sier­te.

Nun war kurz nach Neu­jahr 2018 die Nach­richt in Le­ver­ku­sen ein­ge­gan­gen, der US-Prä­si­dent wür­de auf dem Welt­wirt­schafts­fo­rum gern den Bay­er-Chef und an­de­re eu­ro­päi­sche Bos­se zum Din­ner tref­fen. Bau­mann ist ner­vös, als Ende Ja­nu­ar die Vor­stel­lungs­run­de be­ginnt.

Ein gro­ßer ova­ler Tisch, die Wän­de ganz nach dem Ge­schmack des Gast­ge­bers mit US-Flag­gen ta­pe­ziert. Bau­mann rutscht hin und her auf sei­nem Stuhl ge­gen­über von Trump, schaut im­mer wie­der auf sei­nen No­tiz­zet­tel ne­ben der Ga­bel, als ein Vor­stands­chef nach dem an­de­ren dem Prä­si­den­ten den Hof macht. Sie­mens-Chef Joe Ka­e­ser (60) sagt, dass er we­gen der Steu­er­re­form die neue Gas­tur­bi­nenge­ne­ra­ti­on in den USA bau­en wer­de. Das ist zwar Un­sinn, gibt aber den Ton vor.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.