UNTERNEHMEN

TRICKSEN, TARNEN, TÄUSCHEN

GENERAL ELECTRIC Der Industriekonzern war einmal Vorbild für ganze Managergenerationen. Wer nach Gründen für seinen Absturz sucht, findet skandalöse Finanzschiebereien und eine verdorbene Unternehmenskultur.

SCHEIN­RIE­SEN Der le­gen­dä­re GE-CEO Jack Welch (o.) leg­te den Keim für den Nie­der­gang, Nach­fol­ger Jeff Im­melt (r.) wirt­schaf­te­te den US-Rie­sen her­un­ter. John Fl­an­ne­ry muss im­mer neue schlech­te Mel­dun­gen ver­kün­den.

John Fl­an­ne­ry (56) ver­such­te sich mit schö­nem Schein durch die Haupt­ver­samm­lung zu mo­geln. Ende April bat Ge­ne­ral Electrics neu­er CEO sei­ne Ak­tio­nä­re in ei­nen ele­gan­ten, in Weiß und Beige ge­hal­te­nen Ku­bus ganz in der Nähe des Flug­ha­fens Pitts­burgh. Die Schwär­me­rei­en sei­nes Vor­gän­gers Jeff Im­melt (62) zur Er­öff­nung des na­gel­neu­en Zen­trums für 3-D-Dru­cker hall­ten noch nach: Man ste­he am Be­ginn ei­ner Tech­no­lo­gie, die „die In­dus­trie­pro­duk­ti­on des 21. Jahr­hun­derts wirk­lich trans­for­mie­ren“ wer­de.

Doch an den Eig­nern rauscht der­lei Zin­no­ber längst wir­kungs­los vor­bei. Den Ton auf der Ver­samm­lung setz­ten die vie­len Klein­ak­tio­nä­re, für die GE jahr­zehn­te­lang so et­was wie die Spar­kas­se der Na­ti­on war oder ein ver­läss­li­cher Ar­beit­ge­ber – oder bei­des. Kurz: die Iko­ne der US-Wirt­schaft.

Als Mit­ar­bei­ter hat­ten sie im­mer wie­der Ak­ti­en­pro­gram­me ge­zeich­net; wie soll­te man sein Geld auch bes­ser an­le­gen als bei dem lan­ge Zeit wert­volls­ten Un­ter­neh­men der Welt? Bei GE stell­ten sie doch al­les her, was die Welt braucht, von Flug­zeug­tur­bi­nen über Koh­le- und Gas­kraft­wer­ke und Züge bis hin zu Be­leuch­tung, Haus­halts­ge­rä­ten und Com­pu­ter­to­mo­gra­fen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.