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Max Conze

PROSIEBENSAT.1 Der neue CEO trifft auf einen verstörten Konzern. Er selbst hat keine Ahnung von TV. Aber Energie.

Eigent­lich hat Pro­Sie­ben­Sat.1 seit Ende Fe­bru­ar kei­nen Chef mehr. Doch tat­säch­lich ist Max Con­ze (48), des­sen Ver­trag im Juni star­tet, längst da. Seit Ende Fe­bru­ar schon trifft er sich: mit Vor­stän­den und Ge­schäfts­part­nern, spricht mit Ban­kern, ana­ly­siert, kon­zi­piert, ja, und lässt sich auch die täg­li­chen Quo­ten rei­chen, die un­ter dem lang­jäh­ri­gen CEO Tho­mas Ebe­ling (59) zu­letzt nach un­ten wie­sen wie ein Ba­ro­me­ter vor dem Sturm.

Die Not ist also groß – ge­ra­de kipp­te der Sen­der aus dem Dax –, da mag Max Con­ze nicht war­ten. Er ist groß und en­er­gie­ge­la­den, ein Kraft­werk auf zwei Bei­nen. Dazu Na­tur­bur­schen­char­me, im kö­nigs­blau­en Baum­wol­l­an­zug, eher Holz­fäl­ler als Hau­te Cou­ture, das Hemd leuch­tet ko­balt­b­leu, of­fe­ner Kra­gen, am lin­ken Hand­ge­lenk prangt die enor­me Tau­cher­uhr, eine Tech­no­lo­gie­wum­me, die nach ei­nem Waf­fen­schein schreit; die schnee­wei­ßen Turn­schu­he knö­chel­hoch, sei­nen fe­dern­den Schritt ele­gant ab­rol­lend.

So ähn­lich ging einst Bernd Eichin­ger, der le­gen­dä­re Film­pro­du­zent, den nichts und nie­mand auf­hal­ten konn­te: im­mer ent­schlos­sen, Fuß­ab­drü­cke zu hin­ter­las­sen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.