UNTERNEHMEN

SAVE OUR SALES

MAERSK Der König der Meere ist seekrank. Eine neue Führung und Strategie sollen die weltgrößte Reederei kurieren. Doch die Zweifel wachsen.

SCHLIN­GE UM DEN HALS Mit gro­ßen Ver­spre­chen hat Sø­ren Skou den Auf­stieg zum Kon­zern­chef ge­schafft. Jetzt muss der CEO fürch­ten, zum Op­fer sei­nes Ehr­gei­zes zu wer­den.

Er hat­te vor­ge­sorgt und sei­ne er­folg­reichs­te Waf­fe mit­ge­bracht: sein Lä­cheln. Als Jim Ha­ge­mann Sna­be (52), ein auf­rech­ter Däne mit Wär­me im Blick, un­längst die Haupt­ver­samm­lung von Ma­ersk an­führ­te, durf­ten die Ak­tio­nä­re in Freund­lich­keit ba­den. Für jede Fra­ge dank­te Sna­be ver­bind­lich. Er spen­de­te Lob für die Mit­ar­bei­ter ("he­roi­sche Ar­beit"). Und be­ru­hig­te so­gar ei­nen Klein­an­le­ger, der be­fürch­te­te, ohne In­ter­net­zu­gang wer­de er künf­tig nichts mehr von sei­nem Un­ter­neh­men hö­ren. „Selbst­ver­ständ­lich“, ver­si­cher­te der Vor­sit­zen­de, „kön­nen Sie alle Mit­tei­lun­gen wei­ter­hin per Post be­kom­men.“

Die Um­sicht und Ruhe Sna­bes ge­fal­len der Fa­mi­lie, die bei der größ­ten Ree­de­rei der Welt den Ton an­gibt. Als sie vor gut ei­nem Jahr Sna­be als Chair­man hol­te, bro­del­te es in dem Kon­zern: zweit­größ­ter Ver­lust der über hun­dert­jäh­ri­gen Ge­schich­te, Chef­wech­sel, Rat­lo­sig­keit. Sna­be schien in die­ser Si­tua­ti­on ge­nau der Rich­ti­ge. Der ehe­ma­li­ge SAP-Ma­na­ger, heu­te auch noch Chef­auf­se­her bei Sie­mens, hält schon mal Vor­trä­ge über die Her­aus­for­de­run­gen der Mensch­heit. Da wür­de er doch wohl die Ret­tung ih­rer Ree­de­rei hin­be­kom­men!

In­zwi­schen gibt es erns­te Zwei­fel. Die Stim­mung hat sich viel­leicht ver­bes­sert, die Lage aber bleibt kri­tisch. A.P. Møl­ler-Ma­ersk, wie die Fir­ma mit vol­lem Na­men heißt, ist see­krank.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.