EXPERTENRAT

Fünf goldene Regeln für Vorstände

Wie Spitzenkräfte sich gegen die wachsende Macht der Aufsichtsräte wehren können.
Von Christoph H. Seibt

Die Macht­ver­hält­nis­se in deut­schen Un­ter­neh­men ha­ben sich in den ver­gan­ge­nen 20 Jah­ren deut­lich ver­scho­ben. Die Auf­sichts­rä­te wur­den mäch­ti­ger, die Vor­stän­de ha­ben an Ein­fluss ver­lo­ren; das tra­di­tio­nel­le Leit­bild des Vor­stands als al­lei­ni­ger Un­ter­neh­mens­lei­ter gilt nicht mehr. 2015 be­en­de­ten 32 Pro­zent der aus­ge­schie­de­nen CEOs ihr Amt vor­zei­tig. Die letz­ten pro­mi­nen­ten Bei­spie­le wa­ren Deutsch­ban­ker John Cryan und Volks­wa­gen-Chef Mat­thi­as Mül­ler. Nicht sel­ten ge­hen sol­che Ab­gän­ge mit ho­hen Scha­dens­er­satz­for­de­run­gen durch die Kon­trol­leu­re ein­her – wie un­längst beim In­dus­trie­dienst­leis­ter Bil­fin­ger.

Die Macht­ver­schie­bung ist po­li­tisch ge­wollt. Der Ge­setz­ge­ber hat die Rol­le des Auf­sichts­rats bei der Rech­nungs­le­gung ge­stärkt und ei­nen Ka­ta­log zu­stim­mungs­pflich­ti­ger Ge­schäf­te vor­ge­schrie­ben. Die Räte müs­sen die Vor­stän­de schär­fer über­wa­chen und bei Pflicht­ver­let­zun­gen Haf­tungs­an­sprü­che ver­fol­gen. Laut Cor­po­ra­te Go­ver­nan­ce Ko­dex sol­len sie über­dies bei der Ent­wick­lung der Stra­te­gie mit­wir­ken und de­ren Um­set­zung über­wa­chen. Der Auf­sichts­rat wird da­mit zu ei­nem Be­ra­tungs- und Mit­ge­schäfts­füh­rungs­or­gan – und der Vor­sit­zen­de fast zu ei­nem Ver­wal­tungs­rats­prä­si­den­ten Schwei­zer Prä­gung.

Wenn die Vor­stän­de da mit- und ge­gen­hal­ten wol­len, müs­sen sie wirt­schaft­lich er­folg­reich sein – und soll­ten fünf Hand­lungs­ma­xi­men be­fol­gen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.