UNTERNEHMEN

HEUTE WIEDER EIN KÖNIG

MANAGEMENT Die Digitalisierung zerstörte das Geschäft der Druckmaschinenbauer in rasender Eile. Die Branche liegt am Boden, nur Koenig & Bauer wächst und gedeiht. Wie hat die Traditionsfirma das geschafft? Ein Lehrstück nicht nur für Familienunternehmen.

ZUG­PFERD Grün­der­nach­fah­re Claus Bolza-Schü­ne­mann baut im­mer mehr Ma­schi­nen für das Be­dru­cken von Papp­schach­teln statt von Zei­tungs­pa­pier

Claus Bolza-Schü­ne­mann (61) wird im­mer noch weh­mü­tig, wenn er an den gro­ßen Auf­trag der „F.A.Z.“-Dru­cke­rei Frank­fur­ter So­cie­tät zu­rück­denkt. Die tech­ni­schen De­tails weiß er auch 20 Jah­re spä­ter noch aus­wen­dig, als wäre es ges­tern ge­we­sen: 27 Druck­tür­me und 216 Druck­wer­ke um­fass­te die Rie­sen­ro­ta­ti­on, die sich die „F.A.Z“ in Mör­fel­den bei Frank­furt auf­stel­len ließ.

Bis heu­te ist sie eine der größ­ten Zei­tungs­dru­cke­rei­en Eu­ro­pas, ge­baut von Ko­enig & Bau­er aus Würz­burg.

Fast zwei Jahr­hun­der­te lang dreh­te sich bei Ko­enig & Bau­er al­les um Ro­ta­ti­ons­ma­schi­nen. Er­fun­den von den Grün­dern Fried­rich Ko­enig und An­dre­as Bau­er, wur­de dar­auf ab 1814 als ers­tes Blatt die Lon­do­ner „Times“ ge­druckt. Bis heu­te lau­fen welt­weit täg­lich 200 Mil­lio­nen Zei­tun­gen von Ko­enig-&-Bau­er-Ma­schi­nen.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.