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STREET-FIGHTER

DIGITALE PLATTFORMEN Von wegen Asset light! Die Avantgarde des digitalen Kapitalismus ändert ihr Geschäftsmodell. Die nächste Runde im Kampf der Techunternehmen wird auf der Straße und mit Beton ausgetragen.

DE­LI­VER­OO Der bri­ti­sche Lie­fer­dienst be­schäf­tigt nicht nur eine ei­ge­ne Lie­fer­flot­te, son­dern kauft auch ei­ge­ne Kü­chen. Die sol­len die Nach­fra­ge in Ge­gen­den mit we­nig Re­stau­rants ab­de­cken.

Tom Good­win (39) sieht aus wie ei­ner die­ser ty­pi­schen Di­gi­tal­be­ra­ter: zer­zaus­te Haa­re, of­fe­nes Hemd, Schlab­ber­look. Für die Agen­tur Ze­nith Me­dia späht er nach der neu­es­ten Re­vo­lu­ti­on. Vor drei Jah­ren ge­lang ihm ein klei­ner Sco­op. Er mach­te eine Be­ob­ach­tung, die bald in kei­ner Keyno­te über die Macht der Dis­rup­ti­on mehr feh­len durf­te.

„Et­was In­ter­es­san­tes pas­siert“, twit­ter­te Good­win da­mals. „Uber, das welt­größ­te Ta­xi­un­ter­neh­men, be­sitzt kei­ne Fahr­zeu­ge. Face­book, der welt­weit be­lieb­tes­te An­bie­ter von Me­di­en, er­stellt kei­ne In­hal­te. Ali­ba­ba, der wert­volls­te Ein­zel­händ­ler, ver­fügt über kein In­ven­tar. Und Airb­nb, der welt­weit größ­te An­bie­ter von Un­ter­künf­ten, be­sitzt kei­ne Im­mo­bi­li­en.“

Als die glo­ba­le Wirt­schafts­eli­te An­fang des Jah­res wie­der in Da­vos zu­sam­men­kam, zog das Zi­tat auf den Po­di­en im­mer noch sei­ne Run­den. Good­win war das ziem­lich un­an­ge­nehm. Denn es stimmt in­zwi­schen ein­fach nicht mehr.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.