GELDANLAGE FÜR KOPFMENSCHEN

Spardiktat für die Minenin­ge­nieure

Der Bergbaukonzern Rio Tinto glänzt mit Gewinn und Disziplin.

Scha­den macht klug. Und viel­leicht so­gar reich. An­lass zu die­ser Hoff­nung gibt mir der bri­tisch-aus­tra­li­sche Berg­bau­kon­zern Rio Tin­to. Mit der För­de­rung von Ei­sen­erz, Kup­fer, Bau­xit (für die Alu­mi­ni­um­pro­duk­ti­on) und Dia­man­ten ver­gol­det das Un­ter­neh­men seit ei­ni­ger Zeit wie­der sei­ne Ge­schäfts­zah­len. Auf 9,4 Mil­li­ar­den Dol­lar klet­ter­te der freie Cash­flow im ver­gan­ge­nen Jahr.

Kein Wun­der, wer­den Sie jetzt den­ken. Die Roh­stoff­prei­se stei­gen schließ­lich wie­der, und die Bran­che lässt es kra­chen – bis zur nächs­ten Kri­se, dann dro­hen ein­mal mehr hor­ren­de Ab­schrei­bun­gen und Ver­lus­te. Rich­tig ist, dass die Berg­bau­in­dus­trie bis zur Fi­nanz­kri­se 2008 mit al­lem ver­füg­ba­ren Ka­pi­tal ge­för­dert hat und die Kon­zer­ne nach dem Crash vor Mil­li­ar­den­grä­bern stan­den. Rio Tin­tos Ak­ti­en­kurs brach da­mals um mehr als 80 Pro­zent ein.

Doch in­zwi­schen hat er sich wie­der spür­bar er­holt. Und eine sol­che Ka­pi­tal­ver­nich­tung wird Rio Tin­to wohl nicht noch ein­mal pas­sie­ren. Nach ei­ner knall­har­ten Sa­nie­rung wacht seit 2016 Jean-Sé­bas­ti­en Jac­ques, ein ge­bür­ti­ger Fran­zo­se mit bri­ti­schem Pass, über das Kon­zern­ka­pi­tal. Good­will und Schul­den sucht man in der Bi­lanz nun ver­ge­bens. Pro­fi­ta­bi­li­tät geht beim ge­stren­gen Jac­ques vor Grö­ße, Koh­le­mi­nen und an­de­re Rand­be­rei­che wur­den ver­kauft. Je­des neue Pro­jekt muss die an­spruchs­vol­len Ren­di­te­zie­le er­fül­len.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.