UHREN-SPEZIAL

DER DEUTSCHE TICK

DESIGN Heimische Manufakturen trotzen der Krise. Die Preise sind nicht überdreht, die Technik perfekt – und das Ganze sieht zudem gut aus. Das merkt langsam auch der Rest der Welt.

QUER­DEN­KER „Uh­ren für in­tel­lek­tu­el­le Haus­ärz­te hat No­mos ge­nug“, meint die De­si­gni­ko­ne Wer­ner Aiss­lin­ger. Er kre­ierte die neue Li­nie „Au­to­bahn“ (links an der Wand). Vier Jah­re dau­er­te die Ent­wick­lung des neu­en ma­nu­fak­turei­ge­nen Au­to­ma­tik­werks.

Her­bert Grö­ne­mey­er ist bis­her nicht als gla­mou­rö­ser Prot­ago­nist der Lu­xus­in­dus­trie auf­ge­fal­len. Doch mit die­ser Zu­rück­hal­tung ist jetzt Schluss: Fort­an macht der Sän­ger auch in Uh­ren. Die „Stahl 1“ ist sein ers­tes Mo­dell, ent­wor­fen für den Ju­we­lier Wem­pe. Eine Dress Watch, kan­tig, in Stahl­blau (Grö­ne­mey­er kommt aus dem Pott) oder Ra­c­ing- Grün (Grö­ne­mey­er liebt Old­ti­mer).

Die Se­rie ist auf 250 Ex­em­pla­re li­mi­tiert. Trotz­dem kos­ten die Grö­ne­mey­er-Uh­ren un­ter 3000 Euro.

Er habe schon im­mer ei­nen Uh­ren­tick ge­habt und woll­te schon lan­ge mal „eine zeit­ge­nös­si­sche, pure, recht­ecki­ge Män­ner­uhr“ ent­wer­fen, sagt der Mu­si­ker. Vor zwei Jah­ren mar­schier­te er mit der Idee ein­fach so in eine Wem­pe-Fi­lia­le in Ber­lin. Er hat­te ganz ge­naue Vor­stel­lun­gen, fer­tig­te ei­ge­ne Zeich­nun­gen an, kon­sul­tier­te sei­nen Plat­ten­co­ver­de­si­gner und traf sich im­mer wie­der mit dem Kon­struk­ti­ons­team des Ju­we­liers. „Ich bin eben West­fa­le. Wenn ich mir was in den Kopf set­ze, blei­be ich dran“, sagt Grö­ne­mey­er.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.