AUSFAHRT

Englische Hüpfdohle

Der hart gefederte Aston Martin Vantage hat so seine Fahrmarotten. Technisch kann der Supersportwagen jedoch mit den ganz Großen mithalten.

Was kommt her­aus, wenn man eng­li­schen Au­to­my­thos mit In­ves­to­ren aus Ku­wait und Ita­li­en so­wie Stutt­gar­ter Tech­no­lo­gie kreuzt? As­ton Mar­tin! Vor al­lem dank des neu­en Part­ners Daim­ler ist es der be­hä­bi­gen bri­ti­schen Tra­di­ti­ons­mar­ke ge­lun­gen, sich mit ih­rem jüngs­ten Mo­dell über­gangs­los ins 21. Jahr­hun­dert zu ka­ta­pul­tie­ren: Nach dem 2+2-sit­zi­gen Gran Tu­ris­mo DB11 tritt der Van­ta­ge nun in Kon­kur­renz zum Fer­ra­ri 288 und zum McLa­ren 570.

Der Su­per­sport­wa­gen nutzt da­für die glei­che Ma­schi­ne wie Daim­lers AMG GT S und das­sel­be Tran­sax­le-Bau­prin­zip: Der Front­mit­tel­mo­tor sitzt kom­plett hin­ter der Vor­der­ach­se, die Acht-Stu­fen-Au­to­ma­tik an der hin­te­ren An­triebs­ach­se. Das sorgt für eine aus­ge­gli­che­ne Ge­wichts­ver­tei­lung und gu­tes Hand­ling so­wohl im Stadt­ver­kehr als auch auf der Renn­stre­cke. Letz­te­res ist fürs Mar­ken­image nicht un­er­heb­lich: Wie schon vom Vor­gän­ger wird es auch vom neu­en Van­ta­ge Renn­ver­sio­nen ge­ben, die etwa in Le Mans an­tre­ten.

Bei der Aus­fahrt durchs Ge­bir­ge hin­ter der Al­gar­ve zeigt sich der Van­ta­ge als ei­sen­har­ter Sport­ler: Zwar las­sen sich An­triebs­strang und Fahr­werk un­ab­hän­gig von­ein­an­der in drei Stu­fen re­gu­lie­ren, ein Kom­fort­mo­dus fehlt je­doch. Schon in der be­quems­ten Ein­stel­lung na­mens Sport bringt je­der Gul­ly­de­ckel den kaum fe­dern­den Van­ta­ge aus dem Gleis, was in Kur­ven er­heb­li­che Lenk­kor­rek­tu­ren er­for­dert. Ohne sol­che Hin­der­nis­se las­sen sich die Kur­ven im Van­ta­ge in­des mit enor­mem Tem­po neh­men, er be­schleu­nigt mit dem atem­be­rau­ben­den Vor­trieb von 685 New­ton­me­tern, bei Be­darf bis weit über 300 Stun­den­ki­lo­me­ter.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.