WAS MACHT EIGENTLICH ...

Peter Brabeck-Letmathe?

Die Nestlé-Legende übt sich in Zurückhaltung, sammelt Flugzeuge und düst mit dem Motorrad durch Tibet.

Sie woll­ten ihm ein Denk­mal set­zen, doch Pe­ter Bra­beck-Let­ma­the woll­te ein­fach nur die­ses Büro. Seit ei­nem Jahr re­si­diert der 73-Jäh­ri­ge im his­to­ri­schen Pa­lais der Nest­lé Su­is­se in Ve­vey, der Keim­zel­le des größ­ten Nah­rungs­mit­tel­her­stel­lers der Welt. Bis zur mo­der­nen Kon­zern­zen­tra­le sind es zwei Ki­lo­me­ter zu Fuß ent­lang des Gen­fer Sees. Nach fast 50 Jah­ren bei Nest­lé, da­von 20 als CEO und Ver­wal­tungs­rats­chef, ist er hier­her­ge­zo­gen. „Ich woll­te auch räum­lich ei­nen Schluss­strich zie­hen“, sagt er.

Statt sich zum Eh­ren­prä­si­den­ten kü­ren zu las­sen, ak­zep­tier­te Bra­beck den ei­gens ge­schaf­fe­nen Ti­tel des Chair­man eme­ri­tus. Of­fi­zi­el­le Auf­ga­ben sind da­mit nicht ver­bun­den, aber eine ei­ge­ne As­sis­ten­tin. „Ich ste­he dem CEO und Ver­wal­tungs­rats­chef zur Ver­fü­gung, grei­fe aber nicht zum Te­le­fon und gebe Rat­schlä­ge“, sagt er. Los­las­sen habe er als Chef­kon­trol­leur ge­lernt. Da­bei habe es ihn oft ge­reizt, CEO Paul Bul­cke (63), sei­nem Nach­fol­ger, ins Hand­werk zu pfu­schen. Heu­te sind sie be­freun­det.

Es war Bra­becks Wunsch, dass die Ak­tio­nä­re Bul­cke zum Chef­kon­trol­leur er­nen­nen. Vor­her hat­te er noch schnell den Deut­schen Mark Schnei­der (52) von Fre­se­ni­us zu Nest­lé ge­lotst, um den Um­bau vom Nah­rungs­mit­tel­her­stel­ler zum Ge­sund­heits­kon­zern zu be­schleu­ni­gen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.