EDITORIAL

Guter Kerl, böser Bube

MAR­TIN NOÉ Stell­ver­tre­ten­der Chef­re­dak­teur

BAY­ER-CHEF WER­NER BAU­MANN ist ei­ner­seits ein ganz nor­ma­ler Kerl. Er fährt gern Old­ti­mer, re­no­viert sein Fe­ri­en­haus oder kauft für sei­ne Frau in Ham­burg eine ge­brauch­te C-Klas­se, um sie dann ei­gen­hän­dig nach Kre­feld zu steu­ern, wo er, der Bä­ckers­sohn, bis heu­te lebt. An­de­rer­seits hat er im Mai 2016, kaum war er Vor­stands­vor­sit­zen­der, ein Über­nah­me­an­ge­bot für Mons­an­to ab­ge­ge­ben – das „bös­ar­tigs­te Un­ter­neh­men über­haupt“, wie Um­welt­schüt­zer mei­nen. In Kür­ze wird der Kauf des Saat­gut­kon­zerns ab­ge­schlos­sen sein, Bay­er wird 66 Mil­li­ar­den Dol­lar zah­len und Bau­mann noch stär­ker in den Fo­kus der Geg­ner ge­ra­ten. Mein Kol­le­ge Diet­mar Pa­lan und ich woll­ten wis­sen, wie Wer­ner Bau­mann mit sei­nem neu­en Image als bö­ser Bube um­geht, und ha­ben ihn in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren in­ten­siv be­glei­tet. Die Ti­tel­ge­schich­te „Ein Mann, ein Deal“ le­sen Sie ab hier.


ÜBER JAHR­ZEHN­TE WAR GE­NE­RAL ELECTRIC Ge­winn­ma­schi­ne, Vor­bild – und ein Trau­ma für Sie­mens. Hein­rich von Pie­rer hol­te sich so­gar Ma­nage­ment­tipps vom da­ma­li­gen CEO Jack Welch. Heut­zu­ta­ge gibt GE eher eine Vor­la­ge für eine Har­vard-Stu­die ab, wie man ei­nen In­dus­trie­kon­zern her­un­ter­wirt­schaf­tet – und das Elend mit Bi­lanztricks ver­schlei­ert. Der Ab­sturz von GE hat vie­le über­rascht, Le­ser des ma­na­ger ma­ga­zins wa­ren vor­be­rei­tet. Be­reits vor 19 Mo­na­ten hat mei­ne Kol­le­gin An­ge­la Mai­er in ei­nem Re­port die „ver­lo­re­nen Jah­re“ von GE be­schrie­ben. Jetzt legt sie nach: „Trick­sen, tar­nen, täu­schen“, ab hier.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.