Hall of Fame

Eigentlich sollte sie Diplomatin werden. Das war der Wunsch ihrer Eltern. Deshalb studierte Regine Prestel Englisch und Französisch. In den Ferien jobbte sie hinterm Schalter des Autovermieters Sixt am alten Münchener Flughafen Riem. Dort trat eines Tages – wir schreiben das Jahr 1976 – ein Mann vor sie, starrte sie an und sagte folgenreiche Worte: „Sie werden meine Frau. Ich werde Sie heiraten.“

SIXT-PACK eit über 40 Jah­ren len­ken Re­gi­ne und Erich Sixt den Au­to­ver­mie­ter, der in­zwi­schen glo­bal un­ter­wegs ist. Sie be­trei­ben ein un­ter­neh­me­ri­sches Ehe­gat­ten­split­ting: Er ist der Stra­te­ge, sie die Au­ßen­mi­nis­te­rin.

Nach zwei Ta­gen Be­denk­zeit sag­te sie Ja, und ein hal­bes Jahr spä­ter wie­der­hol­te sie die Zu­stim­mung noch ein­mal vor dem Trau­al­tar. So wur­de aus der ge­bür­ti­gen Re­gi­ne Pre­s­tel eine Re­gi­ne Sixt, denn der for­sche jun­ge Mann war Erich Sixt, Ei­gen­tü­mer der Miet­wa­gen­fir­ma, der sie­ben Jah­re zu­vor die Füh­rung von sei­nem kran­ken Va­ter Hans über­nom­men hat­te.

Da­mals wa­ren der Au­to­ver­lei­her und sei­ne Flot­te noch sehr über­schau­bar. Die Fahr­zeu­ge wur­den haupt­säch­lich ver­least, und zwar in Deutsch­land.

Heu­te, fast 50 Jah­re spä­ter, ist Sixt un­an­ge­foch­te­ner Markt­füh­rer in Deutsch­land und die Num­mer zwei in Eu­ro­pa. Die Miet- und Lea­sing­flot­te ist auf rund 250 000 Au­tos an­ge­wach­sen, der Um­satz auf mehr als 2,6 Mil­li­ar­den Euro. Mit ei­ner Ei­gen­ka­pi­tal­quo­te von 27,6 Pro­zent trägt Sixt zu­dem erst­klas­si­ge Si­cher­heits­gur­te. Die­se ra­san­te Fahrt an die Spit­ze muss­te vie­le Kur­ven hin­ter sich brin­gen, und sie ist das Ver­dienst des nach wie vor rast­lo­sen Ehe­paars Re­gi­ne und Erich Sixt (73).

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2018.