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MARKENKILLER ALEXA

MARKETING Mit seiner Sprachassistentin will Amazon-Boss Jeff Bezos die Schlacht im Handel endgültig für sich entscheiden. Für viele Brands geht es dabei ums Überleben. Denn der Vertrieb gehorcht fortan völlig neuen Regeln.

DIE ALE­XA-IN­VA­SI­ON Mit dem smar­ten Laut­spre­cher Echo und der vir­tu­el­len As­sis­ten­tin Ale­xa hat Ama­zon-Grün­der Jeff Be­zos eine re­gel­rech­te Kil­ler­ma­schi­ne ge­schaf­fen. Ale­xa be­stimmt, wel­che Mar­ken dem Kun­den an­ge­bo­ten wer­den – und im­mer häu­fi­ger sind es Ama­zons ei­ge­ne.

Beim Ra­sie­ren ent­weicht der Schaum­do­se seuf­zend ein letz­ter Rest, das Sham­poo ist auch wie­der fast leer, zu­dem muss drin­gend noch ein Ge­schenk zum sechs­ten Ge­burts­tag der Nich­te her, ir­gend­was zum An­zie­hen, mit „Star Wars“-Mo­tiv.

Also beim An­klei­den schnell die Ein­kaufs­lis­te dik­tie­ren. Ale­xa emp­fiehlt ein grü­nes T-Shirt mit über­kreuz­ten Licht­schwer­tern für 13,90 Euro. Klingt gut. Noch wäh­rend die Kaf­fee­ma­schi­ne faucht, mel­det die freund­li­che Stim­me aus dem Äther: „Be­stel­lung auf­ge­ge­ben und wird mor­gen ge­lie­fert.“ Spä­ter schal­tet die Sprachas­sis­ten­tin die Lich­ter aus und kün­digt an, dass das be­stell­te Taxi in zwei Mi­nu­ten da sei.

Sci­ence-Fic­tion? Nein, All­tag! In Mil­lio­nen von Haus­hal­ten, über­all dort, wo ein Laut­spre­cher na­mens Echo an­ge­schlos­sen ist. Be­spielt wird die spre­chen­de Dose von Ale­xa, ei­ner auf künst­li­cher In­tel­li­genz ba­sie­ren­den Soft­ware, die Ama­zon ent­wi­ckelt hat. Mit Echo und Ale­xa legt sich der On­line­han­dels­gi­gant ge­ra­de mas­sen­wei­se ex­klu­si­ve Stand­lei­tun­gen ins In­ter­net.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2018.