MAGISCHES VIERECK

Die Wirtschaft wächst – der Frust bleibt

Seit der Finanzkrise steigt der Wohlstand in den westlichen Volkswirtschaften kaum noch. Höchste Zeit für eine Produktivitätsrevolte.

Was wäre, wenn es die Fi­nanz­kri­se von 2008 und die fol­gen­de gro­ße Re­zes­si­on nicht ge­ge­ben hät­te? Klar, das ist eine hy­po­the­ti­sche Fra­ge. Den­noch lohnt es sich, den Ge­dan­ken wei­ter­zu­ver­fol­gen. Wo­mög­lich las­sen sich dar­aus Er­kennt­nis­se ge­win­nen für die Zu­kunft.

Also: Hät­te es die Schul­den­kri­se nicht ge­ge­ben, dann wä­ren die Bür­ger der west­li­chen Welt heu­te deut­lich rei­cher, als sie es tat­säch­lich sind. Dann hät­te sich die Wirt­schaft ver­mut­lich wei­ter ent­lang ih­res lang­fris­ti­gen Trends ent­wi­ckelt; das Brut­to­in­lands­pro­dukt (BIP) pro Kopf läge im Schnitt der OECD-Staa­ten um 70 Pro­zent hö­her als 1990. Die Kri­se hat den Ent­wick­lungs­pfad ab­ge­knickt (sie­he Gra­fik), die Wohl­stands­ge­win­ne sind frus­trie­rend ge­ring: Nach al­tem Trend hät­ten die west­li­chen Volks­wirt­schaf­ten das heu­ti­ge Ein­kom­mens­ni­veau be­reits sie­ben Jah­re frü­her er­reicht.

HIN­TER DEN SPRÖDEN ZAH­LEN VER­BER­GEN sich ge­sell­schaft­li­che Dra­men. Hoff­nun­gen wer­den ent­täuscht, Träu­me sind zer­platzt. Eine gan­ze Ge­ne­ra­ti­on, die er­war­ten durf­te, dass sich ihr Le­bens­stan­dard in ge­wohn­tem Tem­po im­mer wei­ter ver­bes­sern wür­de, sieht sich nun mit ei­ner tris­te­ren Rea­li­tät kon­fron­tiert.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2018.