PORTFOLIO

DER STILLE EROBERER

AKTIVISTISCHE INVESTOREN Selfmademilliardär Albert Frère hat als Aktionär einige der bedeutendsten europäischen Konzerne geformt. Jetzt greifen der 92-Jährige und seine Groupe Bruxelles Lambert in Dax und MDax an. Wie Anleger von dem belgischen Baron und seinen Mannen profitieren können.

EU­RO­PAS BUF­FETT Al­bert Frè­re ist der er­fah­rens­te un­ter den ak­ti­vis­ti­schen Ak­tio­nä­ren in Eu­ro­pa. In 40 Jah­ren hat er mit sei­nem „Gen­tle­man Ac­tivism“ ein Ver­mö­gen von 5,4 Mil­li­ar­den Euro an­ge­häuft.

Wer zum reichs­ten Mann Bel­gi­ens will, soll­te ein gut ge­fe­der­tes Auto ha­ben. Denn die Al­lee, die zum Land­sitz des Self­made­mil­li­ar­därs Ba­ron Al­bert Frè­re (92) in Ger­pin­nes führt, eine Fahrt­stun­de süd­lich von Brüs­sel, ist mit Schlag­lö­chern nur so über­sät. Ir­gend­wann kommt man an eine Na­del­baum­he­cke zwi­schen Pap­peln und Ei­chen, die das zwei­stö­cki­ge Her­ren­haus da­hin­ter vor neu­gie­ri­gen Bli­cken schützt.

Je­den Sonn­tag te­le­fo­niert der Haus­herr von hier aus mit Gér­ard La­mar­che (56), dem Co-Chef der bör­sen­no­tier­ten In­vest­ment­hol­ding Grou­pe Bru­xel­les Lam­bert (GBL), de­ren Ak­ti­en­mehr­heit Frè­re kon­trol­liert. Die­se Ge­sprä­che sind qua­si hei­lig, die Mit­ar­bei­ter der Hol­ding sind an­ge­wie­sen, den wö­chent­li­chen Net­to­an­la­ge­wert nicht erst mon­tags zu er­mit­teln, son­dern noch am Frei­tag­abend. Der Pa­tron braucht die Zah­len zur Vor­be­rei­tung, wenn er sei­nen Kon­tor­ver­wal­ter sonn­tags aus­fragt. Im­mer häu­fi­ger geht es bei den Te­le­fo­na­ten um deut­sche Kon­zer­ne.

Die Stra­te­gie des bel­gi­schen Ba­rons ist un­ge­wöhn­lich: Sei­ne Hol­ding hat ihre mehr als 19 Mil­li­ar­den Euro in nur zehn Un­ter­neh­men in­ves­tiert. Bei de­nen aber will GBL mit­re­den, die je­wei­li­gen Auf­sichts­rä­te be­kom­men glas­kla­re An­sa­gen. Zum der­zei­ti­gen Port­fo­lio ge­hö­ren zwei deut­sche Un­ter­neh­men: Adi­das (7,5 Pro­zent) und Gea (5,3 Pro­zent). Bei dem Sport­ar­ti­kel­kon­zern ist der von Frè­re an­ge­sto­ße­ne Um­bau schon in vol­lem Gan­ge. Bei dem an­ge­schla­ge­nen An­la­gen­bau­er be­ginnt er ge­ra­de erst.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2018.