KOPFMENSCHEN

Zuschlagen und abwarten

Die japanische Suruga Bank hat ein Problem. Eine gute Gelegenheit, einzusteigen.

Als Va­lue In­ves­tor ver­hal­te ich mich wie ein Jä­ger – ich war­te mit viel Ge­duld auf den rich­ti­gen Mo­ment und schla­ge dann zu. Die Suru­ga Bank aus Ja­pan ist für mich so et­was wie die per­fek­te Beu­te.

Das Geld­haus ist zeit­ge­mäß auf­ge­stellt, hat ei­nen gu­ten Ruf und wächst seit etwa 15 Jah­ren sehr gleich­mä­ßig. Be­son­ders reiz­voll ist für mich die Re­la­ti­on von Bör­sen- zu Buch­wert. Mei­ne Faust­for­mel bei die­ser Re­la­ti­on ist schlicht: Eine Bank, die 5 Pro­zent Ei­gen­ka­pi­tal­ren­di­te ver­dient, soll­te etwa zur Hälf­te ih­res Buch­werts no­tie­ren. Ein In­sti­tut, das 20 Pro­zent ab­wirft, soll­te an der Bör­se etwa das Dop­pel­te sei­nes Buch­werts auf die Waa­ge brin­gen.

10 bis 13 Pro­zent ver­dien­te der Suru­ga-Kon­zern jah­re­lang auf sein Ei­gen­ka­pi­tal und müss­te des­halb min­des­tens beim 1- bis 1,3-Fa­chen des Buch­werts ste­hen. Tat­säch­lich aber liegt die Kenn­zif­fer bei 0,8. Mit an­de­ren Wor­ten: Für 80 Yen Bör­sen­wert gibt es 100 Yen Sub­stanz. So­lan­ge die Bank ihr Ren­di­teni­veau hält und die Ge­win­ne the­sau­ri­ert, wächst das Ei­gen­ka­pi­tal und da­mit die Ge­winn­ba­sis je­des Jahr um 10 Pro­zent.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2018.