LEBEN

Das System Salzburg

GESELLSCHAFT Was für Amerika der Film, ist für Europa die Oper. Wie die Salzburger Festspiele zum Hollywood der Hochkultur wurden – und zum Disneyland der Milliardäre.

HOF­STALL­GAS­SE Volks­wa­gen-Pa­tron Wolf­gang Por­sche und Zu­lie­fe­rin Ma­ria-Eli­sa­beth Scha­eff­ler mit ih­ren Part­nern Clau­dia Hüb­ner und Jür­gen Thu­mann (v. r. n. l.)

In Öster­reich ha­ben sie Ski­pis­ten, sie ha­ben Seen, den Wie­ner Schmäh – und die Salz­bur­ger Fest­spie­le. Wenn in der Stadt mit­ten im Som­mer die Mu­sik auf­spielt, kom­men sie alle: Von der Gran­de Dame der deut­schen In­dus­trie, Ma­ria-Eli­sa­beth Scha­eff­ler, gern in ro­ter Robe, über den Volks­wa­gen-Pa­tri­ar­chen Wolf­gang Por­sche und Schrau­ben­mil­li­ar­där Rein­hold Würth bis zu, hör­t's mer auf, den Swa­rovs­kis, Aus­tri­as Glit­zer­clan.

Es kom­men Leu­te mit viel Geld, aber auch sol­che mit viel Grips und so­gar Kunst­ver­stand. Li­te­ra­tur­no­bel­preis­trä­ger Var­gas Llosa, Fa­shion-Iko­ne Vi­vi­en­ne West­wood oder Prinz Mi­cha­el von Kent, Mit­glied der Royals, mar­schie­ren bei den Fest­spie­len re­gel­mä­ßig auf. Selbst Eu­ro­pas Re­gie­rungs­chefs feh­len nicht.

Die win­zi­ge Hof­stall­gas­se, zwi­schen Her­bert von Ka­ra­jan- und Max Rein­hardt-Platz, wird in den Pau­sen zur ka­pi­tals­ten Cham­pa­gner­frei­luft­bar der Welt. Die gro­ßen Büh­nen, Fest­spiel­haus, Fel­sen­reit­schu­le, Haus für Mo­zart, lie­gen alle ne­ben­ein­an­der. Nach der Auf­füh­rung trifft sich die Crowd ge­gen­über im „Café Uni:Ver­sum“, im „Tri­an­gel“, „Café Schat­zi“ oder „S'Herzl“, al­les nur eine Na­sen­län­ge von­ein­an­der ent­fernt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2018.