EINE NACHT IM

„The Drisco“, Tel Aviv

Templer-Chic im New York des Nahen Ostens.

PIL­GERSTÄTTE 4.0 Im „The Dris­co“ wohn­ten frü­her Chris­ten auf Rei­sen. Heu­te ist es der Ori­ent in mo­dern.

Lange hat­te Je­ru­sa­lem die bes­se­ren Häu­ser: das „King Da­vid“, das „Ame­ri­can Co­lo­ny“. Tel Aviv, die coo­le Start-up-Boom­town an der Küs­te, bot da­ge­gen nur in die Jah­re ge­kom­me­ne Ho­tels. In den Stadt­teil Jaf­fa mit sei­nen en­gen Gas­sen zog es al­len­falls Künst­ler, de­nen das Woh­nen an­ders­wo zu teu­er war. In­zwi­schen ist das mehr als 4000 Jah­re alte ara­bi­sche Ha­fen­vier­tel mit sei­nen Bars, Cafés und Bou­ti­quen die an­ge­sag­tes­te Adres­se der Stadt.

In ei­nem al­ten Ge­fäng­nis, in dem noch Adolf Eich­mann saß, hat im April das „Setai“ auf­ge­macht, ein Fünf­ster­ne­haus mit In­fi­ni­ty-Pool. In ein Kran­ken­haus aus dem 19. Jahr­hun­dert zieht dem­nächst das „W“.

Der hei­ßes­te Tipp ist aber „The Dris­co“ in der be­rühm­ten Ame­ri­can Co­lo­ny, zehn Mi­nu­ten vom Strand ent­fernt. 1866 als Pil­ger­haus er­rich­tet, wur­de es bald zum „Ho­tel Je­ru­sa­lem“, in dem auch Mark Twain und Karl May über­nach­te­ten. Da­nach ver­fiel es. Nun hat die Sun Hol­dings Group das Haus für fast 30 Mil­lio­nen Euro fer­tig re­no­viert. Vie­le Wand­ma­le­rei­en wur­den er­hal­ten, wie auch die 150 Jah­re alte Trep­pe.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2018.