NAMEN UND NACHRICHTEN

Der Fall Ikarus

SPRINGER Ein Ex-Manager und Dienstleister haben den Verlag zehn Jahre lang ausgenommen. Eine Spur führt in den Vorstand.

Hanns Fei­gen (69), ei­ner der be­kann­tes­ten An­wäl­te des Lan­des, fand deut­li­che Wor­te: Der Ver­lag Axel Sprin­ger habe we­gen kri­mi­nel­ler Struk­tu­ren ei­nen Scha­den von mehr als zehn Mil­lio­nen Euro er­lit­ten. In der An­zei­ge, die Fei­gen im Auf­trag von Sprin­ger bei der Ber­li­ner Staats­an­walt­schaft ein­reich­te, ging es um Un­treue, Be­trug, Kor­rup­ti­ons­de­lik­te so­wie um Steu­er­straf­ta­ten.

Der Straf­recht­ler, der schon die Wirt­schafts­grö­ßen Wen­de­lin Wie­de­king (65) und Uli Ho­en­eß (66) ver­tei­digt hat, be­schreibt in sei­nem Schrift­satz, wie der ehe­ma­li­ge Sprin­ger-Lo­gis­tik­chef Mar­kus Gün­ther (55) ge­mein­sam mit ex­ter­nen Dienst­leis­tern das Me­di­en­haus mit Schein­rech­nun­gen aus­ge­nom­men hat. Zehn Jah­re lang sol­len die De­lin­quen­ten ihr Un­we­sen ge­trie­ben ha­ben.

Seit 2014 er­mit­telt die Haupt­ab­tei­lung für Wirt­schafts­straf­sa­chen (Ak­ten­zei­chen 242 Js 139/​14). Das Lan­des­kri­mi­nal­amt Ber­lin be­frag­te zahl­rei­che Zeu­gen und durch­such­te Pri­vat- und Ge­schäfts­räu­me. Noch wur­de kei­ne An­kla­ge er­ho­ben.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2018.