NAMEN UND NACHRICHTEN

Lehner-Dämmerung

THYSSENKRUPP Der Chefkontrolleur bekommt Feuer – von Investor Elliott und drei Aufseherinnen.

KU­SCHEL­DUO Hein­rich Hie­sin­ger (r.) , Ul­rich Leh­ner

An die­sen Ter­min muss sich Ul­rich Leh­ner (72) von sei­ner Se­kre­tä­rin ver­mut­lich nicht er­in­nern las­sen. In der letz­ten Ju­ni­wo­che er­war­tet ihn ein un­an­ge­neh­mes Ge­spräch. Ab­ge­sand­te des US-Fi­nanz­in­ves­tors El­liott aus Lon­don wol­len von Thys­sen­Krupps Chef­kon­trol­leur de­tail­liert wis­sen, wie er si­cher­zu­stel­len ge­denkt, dass Vor­stands­chef Hein­rich Hie­sin­ger (58) künf­tig bes­se­re Zah­len lie­fert.

Es ist nur eine der Prü­fun­gen, die Leh­ner die­ser Tage aus­hal­ten muss. Bei Thys­sen­Krupp ru­mort es ge­wal­tig, seit ne­ben In­ves­tor Ce­vi­an mit El­liott ein zwei­ter Que­ru­lant den Eig­ner­kreis auf­mischt. Die schwa­che Per­for­mance im Kern­ge­schäft, Zwei­fel an der Wachs­tums­stra­te­gie und die Hän­ge­par­tie bei der ge­plan­ten Ver­schmel­zung der Stahl­spar­te mit Tata Steel Eu­ro­pe set­zen Leh­ner und sei­nem CEO Hie­sin­ger schwer zu.

Im Fall Leh­ner schei­nen sich alte Vor­be­hal­te zu be­stä­ti­gen. Der selbst­be­wuss­te Rhein­län­der galt schon im­mer als Ku­schel­kon­trol­leur, der den Vor­stand ge­wäh­ren ließ. Alte Schu­le eben. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren stütz­te er Hie­sin­gers eher ge­mäch­li­che Er­neue­rung des Tra­di­ti­ons­kon­zerns und bü­gel­te jede Kri­tik an dem zag­haf­ten Um­bau ab.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2018.