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Aus der Mode

OUTFITTERY Der Möchtegern-Zalando-Nachfolger braucht Geld.

FA­SHION-VIC­TIM Out­fit­te­ry-Grün­de­rin Ju­lia Bösch

Julia Bösch (34), frü­her selbst Za­lan­do-Ma­na­ge­rin, prä­sen­tiert ihr Start-up Out­fit­te­ry gern als Nach­fol­ger des On­line­mo­de­hau­ses. Wenn sie um In­ves­to­ren wirbt, zeigt Bösch eine Il­lus­tra­ti­on, die auch ein­ge­rahmt im Out­fit­te­ry-Büro in Ber­lin-Kreuz­berg hängt. Zu se­hen ist die Ent­wick­lung des Fa­shion-Shop­pings aus Out­fit­te­ry-Sicht: vom Ein­kauf im Klei­dungs­ge­schäft (fins­te­re Ver­gan­gen­heit) über die Be­stel­lung bei Za­lan­do (eine Zwi­schen­stu­fe) bis zur strah­len­den Zu­kunft – dem Shop­pen mit ei­ner vir­tu­el­len As­sis­ten­tin per Out­fit­te­ry.

Ge­meint ist: Män­ner müs­sen nicht mehr in den La­den het­zen oder sich durch On­line­an­ge­bo­te wüh­len, son­dern nur noch auf ein paar schö­ne Bil­der auf der Out­fit­te­ry-Web­site kli­cken. So fin­det das Start-up her­aus, wel­chen Stil die Her­ren mö­gen, wel­che Schu­he und Hem­den sie an­zie­hen und wel­che nicht. Dann stel­len 150 Sty­lis­ten mit­hil­fe von Al­go­rith­men ein Out­fit zu­sam­men. In den USA hat Stitch Fix aus San Fran­cis­co mit ei­nem ähn­li­chen Mo­dell sei­ne Markt­ka­pi­ta­li­sie­rung zu­letzt bin­nen we­ni­gen Mo­na­ten auf knapp drei Mil­li­ar­den Euro ge­stei­gert.

Bösch liegt also voll im Trend. Und trotz­dem sieht es für Out­fit­te­ry düs­ter aus. Die In­ves­to­ren (dar­un­ter Holtz­brinck Ven­tures, Nor­t­h­zo­ne und High­land Ca­pi­tal Part­ners) ha­ben In­si­dern zu­fol­ge nur noch eine Brü­cken­fi­nan­zie­rung ge­neh­migt, um Out­fit­te­ry vor der Plei­te zu be­wah­ren. Bis Jah­res­en­de muss neu­es Geld her.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2018.