DRAHTZIEHER

Nestlés Albtraum

DANIEL LOEB Bisher hat sich der gefürchtete Aktivist zurückgehalten. Das ändert sich gerade.

GE­WIEFT Der New Yor­ker Ak­ti­vist Da­ni­el Loeb will Nest­lé zum Um­bau zwin­gen

Als Ulf Mark Schnei­der (52), den nicht we­ni­ge für den bes­ten deut­schen Ma­na­ger sei­ner Ge­ne­ra­ti­on hal­ten, vor ein­ein­halb Jah­ren von Fre­se­ni­us an die Spit­ze des welt­größ­ten Nah­rungs­mit­tel­her­stel­lers Nest­lé rück­te, war Da­ni­el Loeb (56) noch vol­ler Eu­pho­rie. Der Chef und Eig­ner des über 18 Mil­li­ar­den Dol­lar schwe­ren Ver­mö­gens­ver­wal­ters Third Point glaub­te, dass Schnei­der den be­hä­bi­gen Gi­gan­ten im Re­kord­tem­po um­bau­en wür­de. Also kauf­te er sich im Juni ver­gan­ge­nen Jah­res für 3,5 Mil­li­ar­den Dol­lar mit 1,3 Pro­zent bei Nest­lé ein.

Nor­ma­ler­wei­se hat Loeb ein gu­tes Näs­chen. Der Ak­ti­vist er­zielt seit der Grün­dung von Third Point 1995 im Schnitt 19 Pro­zent Ren­di­te im Jahr. Aus­ge­rech­net mit Nest­lé, sei­ner größ­ten Wet­te, liegt er bis­her da­ne­ben. Der Kurs des Kon­zerns ist seit sei­nem Ein­stieg um 8,60 Dol­lar ge­sun­ken, Loeb hat – Stand Mit­te Juli – 343 Mil­lio­nen Dol­lar ver­lo­ren.

Schnei­der schätzt er trotz­dem noch, die bei­den ken­nen sich gut. Sie sind sich erst­mals über den Weg ge­lau­fen, als Du­Pont 2015 eine Fu­si­on mit Dow Che­mi­cal aus­lo­te­te. Schnei­der saß da­mals im Auf­sichts­rat von Du­Pont, Loeb at­ta­ckier­te Dow Che­mi­cal, we­nig spä­ter ent­stand der Che­mie­ko­loss Dow­Du­Pont. An dem 150 Mil­li­ar­den schwe­ren Deal ver­dien­te Loeb kräf­tig mit.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2018.