UNTERNEHMEN

„ICH BEISSE SCHON MAL DIE ZÄHNE ZUSAMMEN“

NACHFOLGE Martin-Devid Herrenknecht soll den weltgrößten Tunnelbauer übernehmen. Aber wie soll das gehen, Schreibtisch an Schreibtisch mit Übervater Martin?

FORSCH Mar­tin-De­vid (r.) ist von sei­nen Qua­li­tä­ten über­zeugt, der Va­ter will ihn nun zur Vor­stands­rei­fe brin­gen

Das Ge­spräch mit den Her­renk­nechts an die­sem Ju­ni­vor­mit­tag in der Un­ter­neh­mens­zen­tra­le am Fuße des Schwarz­walds ist of­fen und un­ge­zwun­gen. Der 76-jäh­ri­ge Pa­tri­arch im schlich­ten Hemd, der Sohn in Jeans. So ge­hen die bei­den spä­ter auch in die Vor­stands­sit­zung. Mar­tin-De­vid (31), der den Welt­markt­füh­rer von Tun­nel­bohr­ma­schi­nen ein­mal füh­ren soll (man weiß nur noch nicht ge­nau, wann), tritt mit ei­nem ent­waff­nen­den Selbst­be­wusst­sein auf. Zu­gleich macht der Va­ter deut­lich, dass er nach wie vor Herr im Haus ist. Den Fa­mi­li­en­frie­den stört das of­fen­sicht­lich nicht. Auch pri­vat kom­men die bei­den gut mit­ein­an­der aus. Die Mit­tags­pau­se ver­brin­gen sie meist zu Hau­se. Sams­tags kocht der Pa­tri­arch Sup­pe für die Sip­pe, zu der auch zwei Töch­ter ge­hö­ren, die bei­de künst­le­ri­schen Be­ru­fen nach­ge­hen.

MM Herr Her­renk­necht, Sie sit­zen hier in der Fir­ma in Schwa­nau Schreib­tisch an Schreib­tisch mit Ih­rem Sohn. Ist das eine be­son­de­re Form der Auf­sicht, oder wol­len Sie Ih­ren Leu­ten hier­ar­chie­frei­es Ar­bei­ten vor­le­ben?

VA­TER Wir sit­zen räum­lich nicht ganz so eng. Mar­tin-De­vids Schreib­tisch steht dort, wo frü­her mal die Se­kre­tä­rin­nen ge­ar­bei­tet ha­ben. Zu­wei­len ist er auch im Büro der Fa­mi­li­en­stif­tung. Meis­tens sitzt er aber im Pro­jekt­ma­nage­ment.

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