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EIN MANN SIEHT ORANGE

PORTRÄT Ex-Tui-Manager Johan Lundgren hatte schon sein zweites Leben vor Augen – als Pop-Produzent. Stattdessen macht er jetzt einen Job, der nach Heavy Metal klingt: mit dem Billigflieger EasyJet den Erzrivalen Ryanair schlagen.
Von Michael Machatschke

NOR­DIC COOL Als Skan­di­na­vi­er liebt Jo­han Lund­gren die un­auf­ge­reg­te Pose. Sei­ne Zie­le hat er gleich­wohl fest im Blick – ob als Mu­si­ker oder als Ma­na­ger.

Den rich­ti­gen Chef für Ea­sy­Jet aus­zu­wäh­len war im Grun­de nicht so schwie­rig. Nur eine Hand­voll Kan­di­da­ten hat­ten ernst­haft In­ter­es­se an der Stel­le, ver­rät ei­ner der Be­tei­lig­ten. „Man fin­det eben nicht so vie­le Top­leu­te, die be­reit sind, sich auf die­se Haus­kul­tur ein­zu­las­sen.“

Was er da­mit meint, wird schnell klar, wenn man sich der Zen­tra­le am Flug­ha­fen Lon­don Lu­ton nä­hert. Die Be­leg­schaft hockt un­ter dem oran­ge­far­be­nen Dach ei­nes um­ge­bau­ten Han­gars, in Groß­raum­bü­ros, die die­sen Na­men wahr­lich ver­die­nen. Bei Ea­sy­Jet ist der Chef nur Ers­ter un­ter Glei­chen, sicht­ba­re Pri­vi­le­gi­en sind ver­pönt. Sei­nen Platz hat der CEO in Eta­ge eins vorn, an ei­nem be­schei­de­nen Pult un­weit ei­nes tru­be­li­gen War­te­be­reichs.

Gäs­te trifft er in ei­ner fens­ter­lo­sen Ab­sei­te. Ein klei­ner Tisch an der Wand, Stüh­le mit und ohne Rol­len, ein paar un­auf­ge­räum­te Re­ga­le. Ka­buff-Idyll.

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