TRENDS

WER HAT ANGST VOR SOCIAL MEDIA?

DIGITALISIERUNG Viele Konzerne agieren auf Twitter, Facebook & Co. unbeholfen und verklemmt. Die Ignoranz kann fatale Folgen haben.

Null zu zwei! Ge­gen Süd­ko­rea! Für Chris­toph Kör­fer (51) war die Schmach kaum zu er­tra­gen. Aus Ent­täu­schung wur­de Wut. Doch wo­hin da­mit? Für Fuß­ball­fans wie Kör­fer, stell­ver­tre­ten­der Sen­der­chef bei Pro­Sie­ben, brach Ende Juni eine Welt zu­sam­men. Die deut­sche Na­tio­nal­mann­schaft schei­ter­te schon in der Vor­run­de – zum ers­ten Mal bei ei­ner Welt­meis­ter­schaft. Und Kör­fer wuss­te auch, war­um.

Nur schrie er sei­nen Frust nicht beim Pu­blic View­ing her­aus oder sei­nen Kol­le­gen in Un­ter­föh­ring ins Ohr. Knapp 40 Mi­nu­ten nach dem Ab­pfiff ver­fass­te er ei­nen Tweet, den er über den Ac­count sei­nes Ar­beit­ge­bers an knapp zwei Mil­lio­nen Fol­lo­wer sen­de­te: „Klei­ne In­spi­ra­ti­on“, schrieb Kör­fer, „jetzt wäre ein gu­ter Zeit­punkt für @Me­su­tO­zil1088 und den ein oder an­de­ren, aus der Na­tio­nal­mann­schaft zu­rück­zu­tre­ten.“

Klingt erst mal harm­los, doch in der auf­ge­heiz­ten At­mo­sphä­re wirk­te das Text­chen wie Brand­be­schleu­ni­ger. Zu­mal es über den of­fi­zi­el­len Ac­count ei­nes Un­ter­neh­mens ver­sen­det wor­den war. Und so wuch­sen mit je­dem Ret­weet oder Kom­men­tar Em­pö­rung und Reich­wei­te.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2018.