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DER SCHNITT IM LEBEN

UNTERSUCHUNGSHAFT Audi-Chef Rupert Stadler wurde frühmorgens zu Hause verhaftet. Seitdem ist für ihn nichts mehr, wie es war. Wie kommen Topmanager wie er damit zurecht? Ein Report vor und hinter Gittern.

RU­PERT STAD­LER Der Ex-Audi-Chef sitzt seit 18. Juni, als bis­lang höchst­ran­gi­ger VW-Ma­na­ger. Stad­ler soll den Ver­kauf wei­te­rer Au­tos nicht ver­hin­dert ha­ben, ob­wohl er von ma­ni­pu­lier­ten Die­sel­mo­to­ren wuss­te.

Bay­erns an­geb­lich si­chers­tes, auf je­den Fall aber neu­es­tes Ge­fäng­nis liegt in­mit­ten von Fel­dern nicht weit von Augs­burg. Es wür­de durch­aus als Ku­lis­se für eine Wer­be­kam­pa­gne der deut­schen Be­ton­bau­er­zunft tau­gen: Die ho­hen Mau­ern rund um das Ge­fäng­nis sind ge­nau­so aus Be­ton wie die Bo­den­plat­ten, ja selbst die Bän­ke in den In­nen­hö­fen. Kein Baum, kein Busch spen­det Schat­ten, die klei­nen Ra­sen­stü­cke hat die Hit­ze aus­ge­trock­net.

Mehr Grün oder gar Schat­ten sei un­mög­lich zu ge­währ­leis­ten, sagt An­stalts­lei­te­rin Zorai­da Mal­do­na­do de Land­au­er, das könn­te die Ar­beit der Ka­me­ras be­ein­träch­ti­gen. Die Frau mit den lan­gen dunk­len Lo­cken spricht in ei­nem Ton, der kei­nen Wi­der­spruch dul­det.

Aus Mün­chen-Sta­del­heim, wo Volks­wa­gens Mo­to­ren­ex­per­te Wolf­gang Hatz (59) ein­saß, ist trotz weit­läu­fi­ger Ra­sen­flä­chen und ho­her Bäu­me seit über zwei Jahr­zehn­ten kei­ner mehr aus­ge­bro­chen. Mal­do­na­do de Land­au­er scheint zu je­ner Sor­te Men­schen zu ge­hö­ren, die Vor­schrif­ten gern mög­lichst streng aus­le­gen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2018.