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HEISSER ASPHALT

FLIXBUS Das Münchener Start-up hat in nur fünf Jahren den europäischen Fernbusmarkt an sich gerissen. Nun geht es gegen Greyhound in den USA – der letzte Akt auf dem Weg an die Börse.

NEW KID IN TOWN Die Flix­bus-Li­nie zwi­schen Los An­ge­les und Las Ve­gas stieg mit bis zu zwölf Fahr­ten am Tag schnell zur be­lieb­tes­ten US-Rou­te auf

Down­town Los An­ge­les, ein Don­ners­tag­mit­tag im Au­gust. Flix­bus-Li­nie 2201 fährt auf ei­nen Park­platz zwi­schen Uni­on Sta­ti­on und Twin Towers Jail. Die Son­ne brennt, es gibt we­der Bän­ke noch Schat­ten. Auf dem Park­platz ste­hen knapp 20 Men­schen, Fa­mi­li­en, Alte, die we­nigs­ten rei­sen al­lein. Bei Al­ad­din Bail Bonds wei­ter hin­ten buh­len Kre­dit­haie um Kun­den, de­nen das Geld für die Kau­ti­on ih­rer An­ge­hö­ri­gen fehlt. Es müs­sen ge­nia­le Stadt­pla­ner sein, die ein Ge­fäng­nis di­rekt ne­ben den Bahn­hof bau­en.

Der grü­ne Bus ist neu und glänzt, 54 Plät­ze, drin­nen dröhnt die Kli­ma­an­la­ge. Es gibt Wi-Fi, Steck­do­sen, die Bein­frei­heit ist aus­rei­chend. Der Fah­rer fragt je­den nach dem Na­men und hakt ab. Um 13.15 Uhr geht es mit leich­ter Ver­spä­tung los in Rich­tung Tuc­son, Ari­zo­na. In die Wüs­te also, vor­bei an Palm Springs und Pho­enix, neun Stun­den Fahrt ab 9,99 Dol­lar.

Fern­rei­sen mit dem Bus sind in den USA nicht un­ge­wöhn­lich, Markt­füh­rer Grey­hound ist eine Le­gen­de, kurvt sei­ne Pas­sa­gie­re seit über 100 Jah­ren durchs Land. Da wirkt es ver­rückt, ja fast grö­ßen­wahn­sin­nig, dass es ein deut­scher Kon­kur­rent mit Grey­hound auf­nimmt, ei­ner, der ge­ra­de mal zar­te fünf Jah­re alt ist: Flix­bus.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2018.