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Besenreine Übergabe

DEUTSCHE BÖRSE Mit 15 Millionen Euro will Aufsichtsratschef Faber eine Altlast entsorgen.

KEHR­AUS Ober­auf­se­her Fa­ber (r.) star­tet ei­nen neu­en An­lauf, das In­si­der­ver­fah­ren ge­gen Ex-Chef Ken­ge­ter (l.) zu be­en­den

Joa­chim Fa­ber (68) ist ein Auf­sichts­rats­chef auf Ab­ruf. Auf der Haupt­ver­samm­lung der Deut­schen Bör­se ver­gan­ge­nen Mai kün­dig­te er an, dass er „nicht dar­auf drän­gen wer­de, die ge­sam­te Wahl­pe­ri­ode durch­zu­ste­hen“. Sein Amt wer­de er in „ei­ner an­ge­mes­se­nen Zeit“ in an­de­re Hän­de le­gen. Was ge­nau er für an­ge­mes­sen hält, dar­über schwieg er sich aus.

Der Mann hat dif­fi­zi­le Auf­räum­ar­bei­ten zu er­le­di­gen. Seit Fe­bru­ar 2017 er­mit­telt die Frank­fur­ter Staats­an­walt­schaft auch auf Be­trei­ben der Fi­nanz­auf­sicht Ba­Fin we­gen des Ver­dachts auf In­si­der­han­del ge­gen den da­ma­li­gen Bör­sen­chef Cars­ten Ken­ge­ter (51). Ken­ge­ter ver­lor dar­auf­hin sei­nen Job, und Fa­ber muss­te sein Rück­zugs­ge­fecht an­tre­ten. Nun ver­sucht der Ex-Al­li­anz-Vor­stand die Er­mitt­ler mit ei­nem Mil­lio­nen­an­ge­bot zu­frie­den­zu­stel­len.

Be­gon­nen hat­te die ver­track­te Ge­schich­te im Herbst 2015, als Fa­ber ein groß­zü­gi­ges Ver­gü­tungs­pa­ket für Ken­ge­ter durch­pauk­te. Dar­in wur­de dem CEO ver­spro­chen, ihm Ak­ti­en im Wert von 4,5 Mil­lio­nen Euro zu spen­die­ren, wenn er bis Ende De­zem­ber 2015 für den glei­chen Be­trag Ak­ti­en der Deut­schen Bör­se er­wer­ben wür­de. Ken­ge­ter kauf­te am 14. De­zem­ber.

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