EINSTEIGER

Joe Kaeser

investiert in Wald.

Wer et­was auf sich hält un­ter den Gro­ßen der Deutsch­land AG, der in­ves­tiert ak­tu­ell in Start-ups. Gran­den wie Lin­de-Chef­auf­se­her Wolf­gang Reitz­le (69), Deut­sche-Bank-Pen­dant Paul Ach­leit­ner (62) und Ex-Sie­mens-Ober­kon­trol­leur Ger­hard Crom­me (75) su­chen den dis­rup­ti­ven Touch. Ei­ner al­ler­dings bleibt erd­ver­bun­den: Joe Ka­e­ser (61).

Der Sie­mens-Chef hat peu à peu meh­re­re Hun­dert Hekt­ar Wald im Baye­ri­schen Wald er­wor­ben. Dort kommt der Nie­der­bay­er her, dort ist Wald noch güns­ti­ger als an­ders­wo in Bay­ern. Zwar lie­fern die Bäu­me, ty­pisch für die Re­gi­on sind Fich­ten und Bu­chen, nur eine ma­ge­re Ren­di­te. Und in die­sem Jahr hat­te Ka­e­ser auch noch rich­tig Pech: Durch die ex­tre­me Tro­cken­heit brei­te­ten sich die Bor­ken­kä­fer aus wie lan­ge nicht und zer­stör­ten in sei­nen Län­de­rei­en 2500 Fest­me­ter Holz (Wert etwa 200.000 Euro).

Doch Ka­e­ser, bei Sie­mens bis 2013 Fi­nanz­vor­stand, kal­ku­liert an­ders. Der Wald dient ihm, wie er sagt, als „Down­si­de Pro­tec­tion“. Soll­te es mit der Wirt­schaft ab­wärts­ge­hen, si­chern die Baum­be­stän­de sein per­sön­li­ches An­la­ge­port­fo­lio nach un­ten ab. Und, ein wei­te­rer Vor­teil: Selbst bei ei­nem kom­plet­ten Crash des Geld­sys­tems blie­be Ka­e­ser das Holz als Tausch­wäh­rung. Nach Aus­bruch der Fi­nanz- und Wirt­schafts­kri­se 2009 hat­ten auch gro­ße US-Pen­si­ons­fonds und die An­le­ger­le­gen­de Ge­or­ge Sor­os (88) be­gon­nen, im gro­ßen Stil in die wert­sta­bi­le As­set­klas­se zu in­ves­tie­ren.

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