NAMEN UND NACHRICHTEN

Hoch gepokert

STREETSCOOTER Die Post findet keinen Investor für ihr E-Mobil – auch wegen taktischer Fehler.

SCHRITT­TEM­PO Post-CEO Frank Ap­pel sucht die Aus­fahrt

Frank Ap­pel (57) sieht sein Elek­tro­mo­bil StreetS­coo­ter nur im hells­ten Licht. Mal deu­tet der Post-Pri­mus an, der Ab­le­ger sei meh­re­re Mil­li­ar­den Euro wert. Dann wie­der preist er ihn als „eine sehr gute Sto­ry“. So rich­tig rund wird die Ge­schich­te al­ler­dings erst, wenn man ent­schei­den­de Ka­pi­tel weg­lässt. Vor al­lem die­ses: Wer soll das Pro­jekt wei­ter­füh­ren?

Ap­pel selbst hat klar­ge­stellt, dass die Post auf Dau­er kein Au­to­pro­du­zent sein will. Schon seit mehr als ei­nem Jahr sucht er ei­nen neu­en Ei­gen­tü­mer oder we­nigs­tens ei­nen Part­ner, der ei­nen ge­hö­ri­gen An­teil über­nimmt. Er blieb er­folg­los.

Die bes­ten Ge­le­gen­hei­ten zum Ver­kauf, das dringt aus dem Post-Tower, hat Frank Ap­pel wo­mög­lich selbst ver­passt. Be­son­ders ei­ner Op­ti­on dürf­te er nach­trau­ern. Der in­zwi­schen ab­ge­lös­te Post-Vor­stand Jür­gen Ger­des (54) – ne­ben Brie-fen und Pa­ke­ten auch für StreetS­coo­ter zu­stän­dig – hat­te An­fang 2017 eine hand­fes­te Ab­spra­che mit dem da­ma­li­gen VW-Chef Mat­thi­as Mül­ler (65) er­reicht, be­rich­ten In­si­der. Volks­wa­gen soll­te zu­nächst 50 Pro­zent der StreetS­coo­ter GmbH kau­fen, mit Aus­sicht auf eine spä­te­re Kom­plett­über­nah­me. Der Preis für die Hälf­te der An­tei­le soll­te bei 300 bis 400 Mil­lio­nen Euro lie­gen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2019.